Diözesanverband Aachen e.V. im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften
Diözesanverband Aachen e.V. im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften

Aktuelles aus den Bruderschaften 2026

Bildzeile – von links nach rechts: Bezirkskönig Walter Krieger, Bezirkspräses Josef Wolff, Bezirksbundesmeister Axel Klasen Foto: Axel Klaßen

Amtseinführung des Bezirkspräses beim Bruderschaftstag des Bezirksverbandes Düren-Süd

 

Am Christkönigstag Ende November feierte der Bezirksverband Düren-Süd die Amtseinführung von Pfarrer Josef Wolff als neuen Bezirkspräses. Nach einer fast zweijährigen Vakanz hat die Schützenfamilie endlich wieder eine geistliche Leitung, deren Bedeutung für den Zusammenhalt, die Werteorientierung und die Gemeinschaft des Verbandes nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

 

Bezirksbundesmeister Axel Klasen begrüßte Präses Wolff herzlich und betonte, dass man mit Pfarrer Wolff einen mit den Schützen eng verbundenen Geistlichen gefunden habe.

Der Tag begann mit einer festlichen Messe in der Pfarrkirche Kufferath, gefolgt von einem gemeinschaftlichen Frühstück, das den Austausch zwischen Bruderschaften und Generationen förderte. Besonders wertvoll waren die Gespräche mit Pfarrer Wolff, die viele als motivierend empfanden.

Ein weiterer Höhepunkt war die Ehrung der amtierenden Bezirksmajestäten. Bundesmeister Axel Klaßen und Präses Wolff überreichten dazu Urkunden und Ehrenzeichen. Den Abschluss bildete die Siegerehrung des Bezirksplakettenschießens, bei der die besten Schützinnen und Schützen für Treffsicherheit, Fairness und Ehrgeiz geehrt wurden.

 

Febr. 2026

 

 

St Blasius Schützenbruderschaft Kinzweiler 1718 e.V.

 

Die St Blasius Schützenbruderschaft Kinzweiler 1718 e.V. war mit ihren Gruppenleitern unterwegs. Vielleicht können Sie den Text für eine der nächsten Ausgaben berücksichtigen. Wir würden uns freuen, da es ja nicht so häufig vorkommt, das Jugend auf den Spuren ihre Wallfahrtsstätte ist:

 

" St. Blasius-Schützenbruderschaft Kinzweiler auf den Spuren der „Mutter vom Guten Rat“

 

Wallfahrt, Abenteuer und gelebte Gemeinschaft – Gruppenleiter erleben eine außergewöhnliche Pilgerreise nach Rom und Genazzano

Die St. Blasius-Schützenbruderschaft Kinzweiler unternahm gemeinsam mit ihren Gruppenleitern eine eindrucksvolle Wallfahrt nach Italien. Ziel war die Basilika Madonna del Buon Consiglio in Genazzano – der Ursprungsort des Gnadenbildes „Mutter vom Guten Rat“, dessen Kopie seit 1767 in der Kinzweiler Kirche verehrt wird. Die Reise verband Glauben, Geschichte und Gemeinschaft in einer Weise, die allen Teilnehmern nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.

 

Ein turbulenter Beginn – mit göttlicher Fügung


Schon die Anreise wurde zur ersten Bewährungsprobe: verspätete Flüge, knappe Eincheckzeiten, Sitzplatzchaos. Doch mit etwas Glück – oder göttlicher Eingabe – fügte sich alles. Die Gruppe erreichte Rom verspätet, aber erleichtert. Dank spontaner Organisation und tatkräftiger Hilfe durch die Vermieterin, die kurzerhand einen Limousinenservice stellte, erreichten alle noch in der Nacht ihre Unterkunft.

 

Ankommen, Zuhören, Zusammenfinden


Der erste Tag stand im Zeichen des Ankommens. Nach Frühstück und ersten Einkäufen nutzten die Teilnehmer den Tag am Meer, um zu entspannen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Eindrücke der Anreise zu verarbeiten. Am Abend wurden die Erlebnisse in offener Runde reflektiert – sinnbildlich öffneten alle ihren „Rucksack“: Was trägt jeder mit sich, was belastet, was bewegt? Diese Gespräche legten den Grundstein für das, was in den kommenden Tagen entstehen sollte – echtes Miteinander.

 

Auf den Spuren der „Mutter vom Guten Rat“


Am zweiten Tag führte die Pilgerfahrt nach Genazzano. Mit Bahn, Metro und Bus erreichte die Gruppe den Ursprungsort des Marienbildes, das Kinzweiler mit diesem Ort seit Jahrhunderten verbindet. Nach einem herzlichen Empfang und einem traditionellen Mittagessen feierte die Gemeinschaft eine Messe in der Basilika Madonna del Buon Consiglio. Die Augustiner-Mönche und der örtliche Bischof zeigten sich beeindruckt von der Geschichte der Kinzweiler Wallfahrt. Zum Abschluss segnete der Bischof die Pilger – ein bewegender Moment, der für viele den geistlichen Höhepunkt der Reise darstellte. Am Abend wurde das Erlebte bei Pizza und intensiven Gesprächen reflektiert.

 

Rom – Glauben und Geschichte erleben


Der dritte Tag stand ganz im Zeichen der Ewigen Stadt. Der Besuch des Petersdoms, eine Messe und die Begegnung mit Papst Leo XIV., der im Papamobil durch die Menge fuhr, sorgten für unvergessliche Eindrücke. Bei einer Führung durch den Dom spürten die Teilnehmer die tiefe Atmosphäre dieses Ortes, der Glauben, Geschichte und Gegenwart vereint.
Zurück in der Unterkunft wurde gemeinsam gekocht – ein Abend, an dem Gespräche über Glauben, Inspiration und Gemeinschaft die Tische füllten.

 

Kolosseum, Trevibrunnen, Pantheon – und die Rückkehr nach Hause


Am Abreisetag blieb noch Zeit für Kultur. Nach dem Packen und dem Abgeben des Gepäcks besuchten die Teilnehmer das Kolosseum, den Trevibrunnen und das Pantheon. Beim gemeinsamen Mittagessen wurden letzte Eindrücke geteilt, bevor es per Bus zurück zum Flughafen ging. Trotz Müdigkeit herrschte Einigkeit: Diese Tage hatten bleibende Spuren hinterlassen.

 

Mehr als eine Fahrt – ein gemeinsamer Weg


Die Wallfahrt verband alles, was eine moderne Schützenbruderschaft ausmacht: gelebten Glauben, gemeinschaftliches Handeln, gegenseitige Unterstützung und das Bewusstsein, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Die Gruppenleiter erfuhren in diesen Tagen, wie Planung, Improvisation, gegenseitige Hilfe und Vertrauen ineinandergreifen.

Im Rahmen der Stiftung St. Peter & Paul Eschweiler konnte ein Teil der Kosten gefördert werden. So zeigte diese Reise, dass Werte wie Gemeinschaft, Rücksicht, Inklusion, Freundschaft und Respekt keine abstrakten Begriffe sind, sondern in der Praxis gelebt werden können – selbst (oder gerade) dann, wenn nicht alles nach Plan läuft.

Am Ende blieb mehr als eine Erinnerung: das Gefühl, gemeinsam gewachsen zu sein. Eine Fahrt, die zeigte, dass Schützenbruderschaft mehr ist als Tradition – sie ist gelebter Glaube, Zusammenhalt und Menschlichkeit."

St Blasius Schützenbruderschaft Kinzweiler 1718 e.V.

 

Febr. 2026

 

Bild: 2. v.l. Dieter Eicker, 2. v.r. Dieter Berkenkötter - Text: Hans Hessel

Trauer bei den Historischen Schützen in Hüls

Innerhalb kurzer Zeit starben bei den Historischen Schützen Hüls zwei Menschen, die ihrer Bruderschaft sehr am Herzen lagen. Dieter Eicker und Dieter Berkenkötter. Dieter Eicker war 25 Jahre Mitglied der Hülser Schützen. Er bekleidete das Amt des Oberleutnants und das des Hauptmanns. Er war Minister und Mitglied der 1. LG aufgelegt Mannschaft. Dieter Berkenkötter war 36 Jahre Mitglied. Er war Königsoffizier und 1995-1997 König der Bruderschaft, Zudem war er Bezirkskönig des Bezirksverbands Krefeld-Willich-Meerbusch. Er wurde mit dem silbernen Verdienstkreuz und dem Königsorden ausgezeichnet. 1998 nahm er das Amt des 2. Archivars an.

Die Historischen Schützen Hüls werden die Verstorbenen in guter Erinnerung bewahren.

 

Feb. 2026

 

Foto: St. Paulus Schützenbruderschaft, Mülfort e.V.

St. Paulus Schützen Mönchengladbach-Mülfort: Mit Optimismus ins Jubiläumsjahr

 

Die St. Paulus Schützenbruderschaft Mülfort e. V. blickt auf ein Jahr des Aufbruchs zurück. Mit neuem Vorstandsteam war 2025 geprägt von Gemeinschaft und dem Willen, Tradition mit zeitgemäßer Ausrichtung zu verbinden.

 

Ein Meilenstein war die Anschaffung eines Duplikats der historischen Vereinsfahne, ermöglicht durch die Unterstützung der Stadtsparkasse. Während das wertvolle Original nun einen Ehrenplatz in der St. Paulus Kirche erhält, wird die Bruderschaft die neue Fahne bei ihren offiziellen Auftritten verwenden.

Auch gesellschaftlich setzte die Bruderschaft Zeichen: Beim interreligiösen Patronatsfest zeigte der Verein gemeinsam mit Präses Achim Köhler Flagge für Toleranz und Zusammenhalt im Stadtteil.

Auch das erste Schützen-Biwak der Vereinsgeschichte im Rahmen des Schützenfestes war ein Höhepunkt. Selbst der Diebstahl eines Hauptversorgungskabels und damit einhergehender Kostenschaden konnte den Erfolg nicht trüben und war zudem Anlass, sich von nun an mit einem eigenen Stromanschluss für die Zukunft besser abzusichern.

 

Nun blicken die Paulus-Schützen mit Vorfreude ins Jubiläumsjahr 2026. Die Bruderschaft blickt auf 75 Jahre Vereinsgeschichte zurück – und das mit Kaiser Karl-Heinz Rix, dessen Geburtsjahr 1951 ausgerechnet das Gründungsjahr der Mülforter Schützen ist. Bereits 1979 und 2018 war er König und wird dem Jubelverein mit Ehefrau Anka Rix sowie den Ministern Josef Maibaum und Dirk Sachsenhasuen ein weiteres Mal vorstehen.

 

Vorfreude herrscht auch bei Jungkönig Luca Glasmacher mit den Rittern Michelle Müllers Pascal Ohligschläger. Letzterer hat vorläufig auch die Leitung der Jugendabteilung übernommen, nachdem die langjährige Jungschützenmeisterin Maria Silva ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste.

 

Feb. 2026

 

Foto: Christian Helpenstein

Erkelenzer Bauernmarkt unterstützt Projekt „Schützen spenden Sehen“ mit 1.000 Euro

 

Beim ökumenischen Gottesdienst auf dem Bauernmarkt Hohenbusch in Erkelenz im vergangenen Oktober wurde für das BHDS-Projekt „Schützen spenden Sehen“ gesammelt. Es kamen 1.000 Euro zusammen.

Die Übergabe des Spendenschecks fand Ende November am Veranstaltungsort des jährlichen Bauernmarktes statt, dem ehemaligen Kreuzherrenkloster in Erkelenz-Hohenbusch. Seitens der Veranstaltungsgemeinschaft waren dabei Chistian Michels, Christian Helpenstein und Wilfried Bürgers. Vom Caritativen Ausschuss des BHDS kamen Uli Loyen (DV Aachen) und Heinz-Peter Thoebarth (DV Münster).

 

"Wir freuen uns, dass wir mit dieser Spende dazu beitragen können, die Ausbildung von drei Augenoptikern in Kamerun zu unterstützen", sagte Christian Michels.

Das Projekt des BHDS zielt darauf ab, die Zahl der von Flussblindheit betroffenen Menschen in Kamerun zu reduzieren. Durch ambulante Operationen in mobilen Augenkliniken können viele ihre Sehkraft zurückerlangen, benötigen jedoch anschließend die fachkundige Betreuung von Augenoptikern und passende Brillen. Dazu wiederum dient die Brillensammlung, die der BHDS in allen Diözesanverbänden laufend durchführt. 

"Wir sind dankbar für die großzügige Spende und freuen uns, dass jeder Euro ohne Abzug ankommt", sagte Uli Loyen. "Unser Motto 'Schützen spenden Sehen' zeigt, dass wir uns für die Menschen in Kamerun einsetzen und ihnen helfen wollen, ein neues Leben zu führen."

 

Weitere Informationen zu den caritativen Projekten des BHDS gibt es unter:

https://www.bund-bruderschaften.de/schuetzen-helfen/engagement/

 

Feb. 2026

 

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