Einladung zur Diözesanwallfahrt am Samstag 10. Oktober 2026 zum Missionskloster Steyl in den Niederlanden
Liebe Schützenschwester, lieber Schützenbruder,
hiermit laden wir herzlich zur Diözesanwallfahrt der Schützen am
Samstag, den 10. Oktober 2026, zum Kloster Steyl in Tegelen/Venlo (NL) ein.
Gemeinsam wollen wir uns auf den Weg machen, um Glauben, Gemeinschaft und Tradition miteinander zu erleben. Die Wallfahrt bietet Gelegenheit zum Gebet, zur Begegnung und zur Besinnung im besonderen Ambiente des traditionsreichen Missionsklosters Steyl.
Informationen zum Kloster Steyl
Das Missionskloster Steyl wurde im Jahr 1875 vom heiligen Arnold Janssen gegründet. Aus kleinen Anfängen entwickelte sich Steyl zu einem bedeutenden Zentrum der weltweiten Missionsarbeit. Heute befinden sich dort mehrere Ordensgemeinschaften der Steyler Missionare sowie beeindruckende Klosteranlagen, Gärten und Gebetsstätten.
Besonders bekannt ist Steyl für:
Das Kloster lädt Besucher ein, Ruhe zu finden, Glauben zu vertiefen und internationale christliche Gemeinschaft zu erleben.
Weitere Informationen für Interessierte: https://www.steyl.org/deutsch/
Geplanter Ablauf der Wallfahrt nach Steyl
Anreise
Individuelle Anreise mit dem eigenen PKW zum:
Kloster Steyl / Missionshaus St. Michael
Adresse:
Kloster Steyl / Missionshaus St. Michael
Sint Michaëlstraat 7
5935 BL Steyl
Niederlande
Programmablauf
10:00 Uhr
Kaffee/Tee mit Limburgse Vlaai
(traditioneller Obstkuchen aus dieser Region)
10:30 Uhr
90-minütige Rundführung
mit Besichtigung des Klosters und der Außenanlagen
12:00 Uhr
Gemeinsames Mittagessen und Begegnung
Erbsensuppe mit Wurst und Brötchen
Anschließend
Gottesdienst in der Unterkirche
mit Monsignore Glasmacher
und abschließendem Schlusssegen
Ende der Wallfahrt
Weitere Aktivitäten
Nach dem offiziellen Abschluss der Wallfahrt in Steyl besteht die Möglichkeit, den Tag in angenehmer Gemeinschaft, in Ruhe oder bei kulturellen Entdeckungen ausklingen zu lassen. Der Ort und seine Umgebung bieten hierfür zahlreiche Möglichkeiten:
Bitte beachten Sie, dass alle Einrichtungen über eigene Internetseiten mit aktuellen Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Angeboten verfügen. Es empfiehlt sich daher, die jeweiligen Angaben vor dem Besuch noch einmal direkt dort zu prüfen.
Parkmöglichkeiten:
Kostenfreie bzw. öffentliche Parkmöglichkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe des Klosters sowie entlang der umliegenden Straßen in Steyl. Bitte
beachten Sie die örtliche Beschilderung. Für mobilitätseingeschränkte Teilnehmer stehen nahegelegene Parkplätze am Klosterbereich zur Verfügung.
Schützentracht/Uniform ist erwünscht, individuelle Entscheidung nach Wetterlage.
Das Mitführen eigener Fahnen/Standarten ist nicht erforderlich.
Ablauf der Anmeldung:
Die Bruderschaften melden bitte die Anzahl (nicht Namen) ihrer Teilnehmer bis zum 15. August 2026 an den Bezirksverband.
Die Bezirksverbände werden gebeten, die Gesamtanzahl der Teilnehmer bis zum 01. September 2026 formlos der Diözesanstelle (E-Mail: bhds-aachen@t-online.de) mitzuteilen.
Am Tag der Wallfahrt erfolgt die namentliche Meldung der tatsächlichen Teilnehmer durch die Bezirksverbände. Der Meldebogen liegt als Anlage bei.
Eigenanteil und Fahrtkostenzuschuss
• Eigenanteil von 10 € je angemeldetem Teilnehmer. Die Eigenanteile sind in einer Summe mit der Meldung an die Diözesanstelle
unter Angabe der O-Nr. bis spätestens 10.09.2026 auf folgendes Konto
Diözesanverbands Aachen zu überweisen:
IBAN: DE24 3955 0110 0050 4185 32
Verwendungszweck: Diözesanwallfahrt Steyl 10.10.2026, O-Nr. _______
Der Eigenanteil wird bei Nichtteilnahme nicht erstattet. Sollten mehr Teilnehmer anwesend sein, als im Vorfeld angemeldet, werden die entsprechenden Eigenanteile ggf. nachträglich berechnet.
• Zuschuss von 7,5 Cent je gefahrenem Kilometer pro Teilnehmer (analog zu den bisherigen
Diözesanwallfahrten)
Der Diözesanverband gewährt einen Fahrtkostenzuschuss in Höhe von 7,5 Cent pro gefahrenen Kilometer und Teilnehmer. Dadurch können beispielsweise die Benzinkosten eines mit vier Personen besetzten Pkw weitgehend gedeckt werden.
Auch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wird in gleicher Weise bezuschusst. Die Inanspruchnahme öffentlicher Verkehrsmittel sowie die Organisation von Fahrgemeinschaften oder gemeinsamen Busfahrten durch den Bezirksverband bzw. die Bruderschaft werden empfohlen.
Die Zuschüsse werden den Bezirksverbänden auf Grundlage der tatsächlichen Teilnehmerzahl zugewiesen.
Die Bezirksverbände werden gebeten, dieses Schreiben mit den erforderlichen Ergänzungen (z.B. Meldeadresse des Bezirksverbands) an die Bruderschaften weiterzuleiten.
Mit freundlichem Gruß
Karsten Engelmann
Diözesangeschäftsführer
Mai 2026
Kurt Bongard – der Aachener Diözesanbundesmeister aus Dedenborn in der Eifel
Der Vorsitzende der 56.000 Mitglieder starken Aachener Schützenfamilie Kurt Bongard wohnt da, wo es andere für einen Urlaub oder eine kurze Auszeit hinzieht – im Monschauer Land. Und das weiß er zu schätzen. In Dedenborn – einem kleinen 400 Einwohner-Dörfchen in der Eifelgemeinde Simmerath – erblickte Bongard am 9. August 1958 das Licht der Welt. Und er blieb dem Örtchen oberhalb des Rursees wie übrigens seine Eltern und Generationen davor bis heute treu. Mit seiner Ehefrau Maria gründete er eine Familie. Die beiden Kinder (40 und 43 Jahre alt) wohnen – wie soll es anders sein – ebenfalls im Dorf. Und mittlerweile halten vier Enkelkinder Opa Kurt ganz schön auf Trab.
Heimat und Familie sind Kurt Bongard wichtig. Sein Zuhause ist sein Rückzugsraum. Dort schöpft er Energie und die setzt er weit über seine Familie hinaus für ein beachtliches gesellschaftliches Engagement ein. Würde man seine ehrenamtlichen Tätigkeiten bildlich darstellen, so wäre das Ergebnis eine farbenfrohe und facettenreiche Collage: Ob Pfarrgemeinderat, Feuerwehr, Musikverein, DJK, Verkehrsverein, die CDU oder der Vorsitz des Ortskartells, die Liste seiner bürgerschaftlichen Aktivitäten – oft mit Vorstandsverantwortung – ist lang.
Kurt Bongard und die Berufswelt
Die soziale Einstellung drückt sich auch in der beruflichen Laufbahn von Kurt Bongard aus. „Nach der mittleren Reife habe ich als erster Lehrling überhaupt beim Allkauf Aachen eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann abgeschlossen. 1978 bin ich dann zur Polizei gewechselt und habe dort bis 2019 gearbeitet“. Seinen Dienst tat er im Wach- und Wechseldienst und zum Schluss im Verkehrskommissariat. Er war 17 Jahre Personalratsvorsitzender der Kreispolizeibehörde Euskirchen, 25 Jahre auch Kreisvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, sowie viele Jahre Vertrauensmann der Schwerbehinderten. Darüber hinaus gehörte er 12 Jahre im NRW-Landesvorstand der Gewerkschaft an, davon vier Jahre im Geschäftsführenden Vorstand.
Kurt Bongard und die Schützen
Schützenbruder zu sein ist für Kurt Bongard eine Lebensaufgabe. Als Jugendlicher trat er der St. Michael-Bruderschaft Dedenborn bei. „Mein erster Auftritt war 1974 beim Bezirksbundesfest in Rurberg. Ich durfte neben der Fahne von Dedenborn marschieren“, erinnert er sich. Seitdem reihen sich die Stationen seines bruderschaftlichen Wirkens wie die Perlen an einer Kette aneinander: Die ersten Jahre im Jungschützenvorstand ist Kurt Bongard seit 1979 Mitglied im Vorstand seiner Heimatbruderschaft, u.a. auch als stellv. Brudermeister und Brudermeister. 2023 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.
Erste Berührungspunkte mit verbandlicher Arbeit hatte Kurt Bongard im Jahr 1979, als er stellv. Bezirksschießmeister wurde. Auf diese Aufgabe folgte der stellvertretende Bezirksbundesmeister und schließlich seit 1994 bis heute die Verantwortung als Bezirksbundesmeister. „Die Bruderschaften im Monschauer Land sind immer sorgsam mit ihrem Führungspersonal umgegangen. Seit Gründung des Bezirksverbandes hat es nur vier Bundesmeister gegeben, die jeweils genauso wie ich lange im Amt waren, darunter auch Alfred Moosmayer, der mir seinerzeit im hohen Alter das „Du“ angeboten hatte; das war damals für mich als Jungspund etwas ganz Besonderes“, schmunzelt Bongard, der nun schon dem 100-jährigen Geburtstag des Bezirksverbandes Monschau im Jahr 2029 entgegenfiebert.
Als Bezirksbundesmeister lernte Kurt Bongard die BHDS-Strukturen auf Diözesan- und Bundesebene kennen. Und seine Lust, Dinge zu voranzutreiben, blieben dem früheren Diözsesanbundesmeister Heinzgerd Dewies (von 2005-2025 auch Bundesschützenmeister) nicht unentdeckt. 2001 wurde Bongard stellv. Diözesanbundesmeister und folgte Dewies von 2005 bis 2009 als Diözesanbundesmeister nach. Von 2002 bis 2009 gehört er erstmals dem Präsidium des Bundes an.
Insbesondere berufliche Gründe bewogen Kurt Bongard, was die Spitzengremien des BHDS betrafen, alsdann etwas kürzer zu treten. Die Entwicklung des Diözesanverbandes Aachen und des Bundes verfolgte er aber weiterhin sehr genau und kandidierte schließlich nach seiner Pensionierung 2019 erneut erfolgreich für das Amt des Aachener Diözesanbundesmeisters, mit der Folge, auch ins Präsidium zurückzukehren.
Kurt Bongard und die Schützenjugend
Wie ein roter Faden zieht sich die Sorge um den Schützennachwuchs durch Kurt Bongards Laufbahn. „Die Schützenjugend hat mir immer sehr am Herzen gelegen. So gründeten wir 1987 den BDSJ Monschau. Die Zusammenarbeit zwischen jung und alt ist mir von Anfang an wichtig gewesen. Ich erinnere mich gerne auch an das ein oder andere Highlight, so an eine Woche mit dem BDSJ Aachen in einem Center Parc zusammen dem damaligen Diözesanjungschützenpräses Pfarrer Sülzen und dem Diözesanjungschützenmeister Hans Puschmann“. Die vielen Zusammenkünfte mit jungen Schützen, ihre Vorstellungen über das Schützenwesen von morgen spornen den Aachener Diözesanbundesmeister stets an.
Kurt Bongard, die EGS und Wenns in Tirol
Kurt Bongard ist seit 2006 in der Ritterschaft zum Hl. Sebastianus in Europa. Die Veranstaltungen der EGS besucht er regelmäßig. Darüber hinaus organisierte er im Jahr 2019 die EGS-Herbsttagung im Bezirksverband Monschau. „Diese Veranstaltung bei uns im Bezirksverband Monschau ist für mich von bleibender Erinnerung!“
Darüber hinaus ist Kurt Bongard neben seinem langjährigen Wegbegleiter, dem langjährigen Monschauer Bezirksjungschützenmeister Helmut Kaulard, einer der Stützpfeiler einer schon 40jährigen Freundschaft seiner Heimatbruderschaft St. Michael Dedenborn mit der Schützenkompanie Wenns in Tirol. Dieser Kameradschaft verleiht er durch jährliche Besuche immer wieder neue Dynamik, so zuletzt im September 2025 beim 90. Geburtstag des Ehrenmajors Ludwig Gundolf. Die Tiroler Freunde dankten Kurt Bongard für seine Verbindlichkeit bereits 2012 mit der Ehrenmitgliedschaft in ihrer Schützenkompanie.
Verbindlichkeit
Seine Verbindlichkeit schätzen alle, die den Menschen, Kollegen und Schützenbruder Kurt Bongard kennen. Und auch seine „klare Kante“: „Wir sind nicht nur Folklorevereine, die durch die Straßen ziehen und sich selbst feiern. Wir müssen uns einbringen vor Ort und auch als Verband – da helfen, wo Hilfe notwendig ist. Und wir müssen unsere Stärken nutzen. Als generationenübergreifende Vereine können wir mit den Schützen da ansetzen, wo Gesellschaft auseinander zu driften droht. Das haben wir zuletzt insbesondere bei in der Corona-Pandemie und bei der Flutkatastrophe bewiesen“, so Kurt Bongard. Er ist sich sicher: Wenn die Schützen sich und ihrem Leitmotiv „Für Glaube, Sitte und Heimat“ treu bleiben, diese Grundprinzipien auch immer wieder dem Nachwuchs vermitteln, dann hat das traditionelle Schützenwesen nicht nur Bestand, sondern kann sich auch in die Zukunft entwickeln.
06.2026
Ein Weg für den Frieden
Von Günter Hieke
Am Abend des 8. Mai 2026, dem Jahrestag, an dem der Zweite Weltkrieg vor 81 Jahren endete, versammelten sich rund 100 Teilnehmende zum traditionellen Hürtgenwalder Friedensweg in Kleinhau. Eingeladen hatte Pfarrer Georg Neuenhofer, der die zahlreichen Gäste an der Kapelle in Kleinhau herzlich begrüßte. Besonders willkommen hieß er Aachens Weihbischof Karl Borsch, den Dürener Landrat Dr. Ralf Nolten sowie Stephan Cranen als Bürgermeister der Gemeinde Hürtgenwald. Einen besonderen Akzent setzten die Schützen aus Hürtgen und Kleinhau. Die Schützenbruderschaften verstehen ihren Auftrag seit jeher nicht nur in der Pflege von Brauchtum und Gemeinschaft, sondern ausdrücklich auch in der Bewahrung und Förderung des Friedens. Ihre Teilnahme am Friedensweg machte dieses Selbstverständnis eindrucksvoll sichtbar, als Hüter christlicher Werte und als lebendiges Zeichen für Versöhnung und friedliches Miteinander in der Gemeinde einzutreten.
Gemeinsam machten sich Pilger auf den Weg von der Kapelle zum Marienbildstock in der Hoppenhardt. Der Weg führte durch die nächtliche Stille und lud die Teilnehmenden zu Besinnung und Gebet ein. Der Marienbildstock selbst ist ein besonderer Erinnerungsort der Kleinhauer Bevölkerung. Er wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von den Menschen des Ortes errichtet – als Zeichen der Dankbarkeit für das Überleben, aber auch als Mahnmal des Gedenkens an die Opfer und die unermesslichen Leiden der Kriegsjahre. Bis heute steht er als Ausdruck des festen Willens der Dorfgemeinschaft, die Erinnerung wachzuhalten und aus der Geschichte die Verpflichtung zum Frieden abzuleiten. Unmittelbar unterhalb des Bildstocks befindet sich ein alter Wasserbunker. Während des Zweiten Weltkriegs suchten dort viele Menschen aus Kleinhau Schutz vor den schweren Angriffen. Dieser Ort erinnert bis heute eindringlich an die Schrecken des Krieges und verleiht dem Friedensweg eine besondere Tiefe und Authentizität. Am Bildstock richtete Pfarrer Georg Neuenhofer den Blick auf die vielen Kriege in der Welt. Der Friede, in dem man hierzulande seit über 80 Jahren leben könne, sei trügerisch. Weihbischof Karl Borsch zitierte in seiner kurzen Ansprache Worte von Papst Leo XIV aus dessen erster Rede nach seiner Wahl, in der dieser die Bedeutung des Friedens und die Verantwortung aller Menschen für dessen Erhalt betonte. Seine Worte griffen damit die Botschaft auf, für die auch die Schützenbruderschaften seit Generationen stehen: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine dauerhafte Aufgabe, die Wachsamkeit, Haltung und gemeinschaftliches Engagement verlangt.
Der Hürtgenwalder Friedensweg 2026 setzte erneut ein starkes Zeichen für Frieden, Zusammenhalt und die lebendige Erinnerungskultur in der Gemeinde. Besonders die sichtbare Präsenz der Schützen aus Hürtgenwald, sowie der Weg zum Erinnerungsort in der Hoppenhardt, machten deutlich, dass der Einsatz für den Frieden nicht nur Teil historischer Erinnerung ist, sondern auch heute aktiv gelebt und an kommende Generationen weitergegeben wird.
07.2026
Volles Haus beim Seminar „Buch- und Kassenführung, Steuern“ in
Viersen
Ende März veranstaltete der BHDS Aachen ein Seminar
„Buch- und Kassenführung, Steuern“. Über 30 interessierte Schützen und Schützenfrauen kamen nach Viersen ins Josef-Lind-Haus der Pfarre St. Remigius, dass die ausrichtende St. Hubertus-Bruderschaft
Oberbeberich für die Schulung zur Verfügung gestellt bekam. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen rund um Vereinsbuchhaltung und steuerliche Themen aufzufrischen oder zu
erweitern.
Unter der Leitung von Bundesschatzmeister Josef Cremer und Diözesanschatzmeister Christoph Kammers erhielten die Seminargäste Einblicke in die korrekte Buchführung, die Kassenführung sowie die
steuerlichen Pflichten von Vereinen. Die Dozenten führten kompetent durch die Themen, erklärten komplexe Sachverhalte verständlich und standen für individuelle Fragen zur
Verfügung.
Die Veranstaltung bot nicht nur fachliche Impulse, sondern auch Gelegenheit zum
Austausch. Die zahlreichen praktischen Beispiele und Tipps der Experten sorgten dafür, dass die Inhalte direkt in die Vereinsarbeit übertragen werden können.
Das Seminar zeigte einmal mehr, wie wichtig fundierte Kenntnisse in Buchführung und Steuern für das Vereinsleben sind. Die Kursteilnehmenden verließen den Schulungsort gut informiert und motiviert, ihr erworbenes Wissen im Vereinsalltag anzuwenden.
06.2026
Fotos: BV Viersen-Mitte - Am Tag der Proklamation – der frisch gekürte Aachener Diözesankönig Julian mit seiner Königin Julia
Diözese Aachen
Diözesankönig Julian Hardt – Dreimal Hochspannung beim Königsschießen
Von Hans-Willi Pergens
Der Diözesanverband Aachen hat in diesem Jahr mit Julian Hardt (28) und Partnerin Lina Frings (26) ein junges Königspaar. Der höchste Würdenträger der Aachener Schützen ist zuhause bei der St. Konrad-Schützengilde Grenzweg, in der er seit 2012 Mitglied ist. Die kleine Siedlung fügt sich rund zwei Kilometer entlang des Flüsschens Niers in die Auenlandschaft zwischen Viersen und Willich ein. Und wie fast alle Konrad-Schützen ist Julian Hardt Grenzgänger: Kirchlich gehört der Grenzweg zu St. Remigius Viersen und damit zum Bezirksverband Viersen-Mitte; gebietsmäßig ist er Teil der Stadt Willich. Aktivitäten auf beiden Seiten der Niers sind Alltag für die Gilde-Schützen: Hardt ist deshalb auch Mitglied bei den St. Johannes-Schützen Clörath-Vennheide auf Willicher Gebiet.
Beruflich ist Julian Hardt Elektriker. Mit Hochspannung kennt er sich aus. Für die sorgte er gleich dreimal: Beim Vogelschuss in seiner Bruderschaft und beim Königsschießen des Bezirksverbandes jeweils im Herbst 2024 und schließlich beim Bundesfest im Spätsommer vergangenen Jahres. „Hinter der Königswürde am Grenzweg steckte ein Plan. Ich wollte den Vogel anlässlich des 60-jährigen Jubiläums unseres Schützenzuges schießen“, so Hardt. Dass er wenig später auch Bezirkskönig wurde, verdankt er dem sanften Nachdruck seiner Mutter Sandra, die wie seine Schwester Celine eine seiner Ministerinnen ist. „Sie sagte: Halt einfach drauf!“
Und so feierte die königliche Familie Hardt mit der St. Konrad-Schützengilde, dem Bezirksverband Viersen-Mitte sowie Bruderschaften aus Willich im Juli 2025 ein herrliches Schützen- und Heimatfest. „Es war schön! Wir feierten bei bestem Wetter mit Schützen von beiden Seiten der Niers.“ Und die sorgte beim traditionellen Sturm auf die Königsburg am letzten Festtag für reichlich Abkühlung. Dabei zogen die Gilde-Schützen von der Viersener Seite mitten durch das Gewässer zur Willicher Seite, um die Residenz zu erobern, die vom Hofstaat „erbittert“ verteidigt wurde.
Zwei Monate später fuhren Julian Hardt und Lina Frings zum Bundesfest. Er erinnert sich: „Wir dachten: Unser Schützenfest ist nicht mehr zu toppen. Es ging entspannt nach Mönchengladbach, weil die Berechtigung zum Bundeskönigsschießen nicht selbstverständlich ist. Ernsthafte Ambitionen hatte ich nicht, zumal dieses Schießen ja ein richtiger Wettbewerb und kein Vogelschießen ist.“ Also gab Viersens Bezirkskönig die Schüsse ab und genoss danach die Stimmung auf dem Alten Markt – bis zur Verkündung der Wettbewerbsergebnisse durch den Hochmeister mit den Worten: Diözesankönig Aachen mit 29 Ringen ist Julian Hardt. „Ich weiß nicht mehr, was mir durch den Kopf ging. Ich ging förmlich im Jubel unter und erst beim Händeschütteln wurde mir bewusst, was mir gelungen war.“
Die Proklamation in Mönchengladbach und der große Festumzug bleiben unvergessen. „Auch die Standartenübergabe in Herzogenrath bei meiner Vorgängerin Ulrike Arnold, für deren Unterstützung ich nochmals herzlich danke, waren besondere Momente. Es ist doch etwas anderes, höchster Würdenträger eines Diözesanverbandes zu sein. Man wird bekannter, wird um Fotos gebeten und darf Interviews geben“, schmunzelt Julian Hardt. Vor allem aber füllt sich der Terminkalender: es flattern nun viele Einladungen ins Haus. „Diese nehmen wir auch gerne an, soweit wir das als junges Team mit unseren Kids hinbekommen“. Die ganze Familie im Hintergrund zieht jedenfalls mit.
Nun richtet sich die Vorfreude auf den nächsten Höhepunkt. Am 18. April organisiert der Bezirksverband Viersen-Mitte einen Ehrenabend für das Königspaar. „Wir hoffen auf bekannte und neue Gesichter und stimmungsvolle Stunden mit Menschen, die alle das Ziel vereint: Für Glaube, Sitte und Heimat“, so der Diözesankönig.
April 26
Diözese Aachen
Ausbildung zum Wortgottesdienstleiter – ein Dienst an den Wurzeln der Schützenbruderschaften
Von Karten Engelmann
Die Schützenbruderschaften sind seit Jahrhunderten fest im kirchlichen Leben verwurzelt. Glaube, Sitte und Heimat bilden nicht nur das Leitmotiv des Verbandes, sondern prägen auch das Selbstverständnis vieler Schützenschwestern und Schützenbrüder. Doch gesellschaftliche und kirchliche Veränderungen stellen die Säule des Glaubens zunehmend vor neue Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Ausbildung zum Wortgottesdienstleiter im Diözesanverband Aachen eine immer größere Bedeutung.
Die Entscheidung, sich zum Wortgottesdienstleiter ausbilden zu lassen, hat vielfältige Gründe. Externe Faktoren spielen dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Nachdem der Reformprozess Synodale Weg zunächst beendet wurde und der Priestermangel steigt, wirkt sich dies durch eine Reduzierung von Messfeiern auch unmittelbar auf das Vereinsleben der Schützen aus. In vielen Regionen sind Präsides- oder Bezirkspräsides-Posten nicht oder nur schwer zu besetzen. Gleichzeitig benötigen die mehr als 56.000 Schützinnen und Schützen im Diözesanverband Aachen geistliche Begleitung und Orientierung. Hinzu kommt die fortschreitende Neustrukturierung des Bistums, deren langfristige Auswirkungen noch nicht in allen Bereichen absehbar sind. Schützen tragen jedoch Verantwortung für ihre eigenen christlichen Wurzeln und möchten diese auch aktiv pflegen und erhalten, auch wenn - im extremen Fall - die Jahrhunderte alte Beziehung zur heimatlichen Pfarrkirche gelöst wird. Neben diesen äußeren Beweggründen steht häufig auch ein persönliches Interesse am liturgischen Dienst. Viele Teilnehmende der Ausbildung waren zuvor bereits als Messdiener, Lektoren oder in anderen liturgischen Diensten aktiv, möchten ihre Erfahrungen vertiefen und in den Dienst der Bruderschaften stellen.
Die Ausbildung zum Wortgottesdienstleiter wird im Diözesanverband Aachen bereits seit vielen Jahren angeboten. In der Vergangenheit nahmen meist kleinere Gruppen von vier bis acht Personen teil, vereinzelt auch Gäste aus anderen Diözesen. Der diesjährige Kurs Ende Januar mit 16 Teilnehmenden zeigte jedoch, dass mit der Not der Bruderschaften auch das Interesse spürbar gewachsen ist. Kursleiter Achim Hoeps, von der ersten Stunde des Kursangebotes an mit dabei, führt mit Erfahrung, Fachkompetenz und motivierender Offenheit durch die Themenblöcke.
Der Kurs findet stets im Franz-von-Sales-Bildungshaus in Jülich-Barmen statt und bietet einen geschützten Rahmen für Lernen, Austausch und geistliche Vertiefung. Nach erfolgreichem Abschluss erfolgt die Beauftragung durch den Diözesanpräses Monsignore Glasmacher im Namen des Bischofs. Diese Beauftragung berechtigt zur Durchführung von Wortgottesdiensten ohne priesterliche Leitung im Rahmen von Schützenbruderschaften und Bezirksverbänden. Für Wortgottesdienste im pfarrlichen Kontext ist eine gesonderte Beauftragung durch das Generalvikariat erforderlich.
Das Bildungsangebot vermittelt sowohl theologisches Grundwissen als auch praktische liturgische Kompetenzen. Zentrale Themen sind die eigene Rolle und das Selbstverständnis als Leiter eines Wortgottesdienstes, der Aufbau und die Struktur dieser Gottesdienstform sowie das liturgische Kirchenjahr im Bistum Aachen. Darüber hinaus wird intensiv mit der Bibel, dem Gotteslob und dem Messbuch gearbeitet. Die Teilnehmenden lernen unterschiedliche Vorlagen und Quellen kennen, die bei der Vorbereitung eines Wortgottesdienstes unterstützen. Auch die Auswahl und Einbindung passender Lieder sowie die Frage nach den Mindestanforderungen an einen Wortgottesdienst sind feste Bestandteile der Ausbildung.
In angenehmer Atmosphäre entwickelten sich auch dieses Mal lebendige Diskussionen über liturgische Texte, persönliche Erfahrungen aus den eigenen Pfarren und die Motivation für diesen Dienst innerhalb der Schützenbruderschaften. Theologische Gespräche reichten dabei bis in die späten Abendstunden. Eine gemeinsam gefeierte Messe mit den ortsansässigen Ordensbrüdern stärkte die Gemeinschaft. Die über Nacht entstandene Predigt eines Teilnehmers zum Evangelium am 4. Sonntag im Jahreskreis stellte hier ein besonderes Highlight dar.
Die Ausbildung zum Wortgottesdienstleiter erweist sich sowohl für die persönliche Glaubensentwicklung als auch für das Leben der Schützenbruderschaften als großer Gewinn. Sie bietet einen konkreten Weg, die kirchlichen Wurzeln der Bruderschaften zu bewahren und aktiv zu gestalten. Angesichts der großen Zahl der Schützen im Diözesanverband Aachen kann der Wortgottesdienstleiter in der eigenen Bruderschaft und darüber hinaus eine wertvolle Unterstützung sein.
Nur mit dem Engagement aus den eigenen Reihen kann die Säule des Glaubens ihre Stabilität an der Basis erhalten und weiter gefestigt werden. Die Ausbildung zum Wortgottesdienstleiter ist damit nicht nur ein Dienst am einzelnen Gläubigen, sondern ein Dienst an der Zukunft der Schützenbruderschaften – ganz im Sinne von Glaube, Sitte und Heimat.
März 2026
Mönchengladbach-Holt: Hohe Auszeichnung für André Heynckes
Seit 41 Jahren ist André Heynceks Mitglied der St. Michaels Bruderschaft Mönchengladbach-Holt. 1999 wurde er in den Vorstand gewählt und gehört diesem bis heute an – zunächst als Schriftführer, seit 2013 schließlich als Präsident der 450 Mitglieder starken Bruderschaft. Über ein Vierteljahrhundert prägt er die Geschicke der Bruderschaft mit großem Verantwortungsbewusstsein, Kontinuität sowie persönlichem Einsatz und engagiert sich darüber hinaus seit vielen Jahren auch auf Bezirksebene im Bezirksverband Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich. Für seine vielfältigen Verdienste wurde er nun von Bundesmeister Horst Thoren und seinem Stellvertreter Frank Joeris mit dem Schulterband zum St. Sebastianus-Ehrenkreuz ausgezeichnet.
März 2026
Kloster Maria Lind in Braunsrath - Anno-Santo-Kreuze überreicht
Im Rahmen eines Gottesdienstes in der Kirche des Klarissenklosters Maria Lind in Waldfeucht-Braunsrath überreichten Bundesschützenmeister Robert Hoppe und Diözesanbundesmeister Kurt Bongard im Januar 16 Anno-Santo-Kreuze an Bruderschaften aus dem Diözesanverband Aachen. Mitglieder dieser Vereine hatten im Heiligen Jahr 2025 als „Pilger der Hoffnung“ den Weg nach Rom gefunden.
Brudermeister Horst Ohlenforst von der gastgebenden St. Clemens und St. Aloysius Schützenbruderschaft Braunsrath freute sich über den Besuch der rund 150 Gäste. Die Braunsrather Schützen fühlten sich geehrt, als Austragungsort ausgewählt worden zu sein, zumal sie mit einem Anno-Santo-Kreuz aus dem Jahr 1933 über einen kleinen Schatz verfügen, der eine Pilgerschaft nach Rom vor schon über 90 Jahren belegt.
Dem Gottesdienst stand Bezirkspräses René Mertens vor, der auf das Leitwort des Heiligen Jahres – „Pilger der Hoffnung“ – und seine Bedeutung für die Bruderschaften einging. Und Robert Hoppe forderte die ausgezeichneten Bruderschaften und die künftigen Träger der Anno-Santo-Kreuze mit den Worten auf: „Dieses Heilige Jahr soll uns helfen, das nötige Vertrauen wiederzufinden, in der Kirche wie in der Gesellschaft, in den zwischenmenschlichen Beziehungen, in den internationalen Beziehungen, in der Förderung der Würde eines jeden Menschen und in der Achtung der Schöpfung.“
Nach dem offiziellen Teil klang die Veranstaltung mit einem Empfang im Pilgersaal des Klosters aus. Dieser bot ausgiebig Gelegenheit, die vielen Erfahrungen aus Rom untereinander zu teilen.
März 2026
Hohe Auszeichnung in Eschweiler-Hücheln
Mit dem Schulterband zum St. Sebastianus Ehrenkreuz ist der Ehrenvorsitzende der Ambrosius Schützengesellschaft Hücheln e. V. Jakob Flecken für seinen herausragenden Einsatz in seiner Heimatbruderschaft sowie als Anerkennung für seine langjährigen Verdienste ausgezeichnet worden. Aachens Diözesanbundesmeister Kurt Bongard nahm die Ehrung bei der Jahresabschlussfeier 2025 im Beisein seiner Ehefrau und wichtigen Unterstützerin Resi vor.
Jakob Flecken war seit 1968 zunächst viele Jahre Mitglied der St. Rochus-Schützen Eschweiler Wilhelmshöhe und brachte sich stark im Schießsport ein. 2007 war er Mitbegründer der Ambrosius Schützengesellschaft und bis April letzten Jahres auch ihr Vorsitzender. Insbesondere in den letzten Jahren, die durch die Corona Pandemie und die Hochwasserkatastrophe in der Region geprägt waren, hat er sich mit großem Engagement, Besonnenheit und Verantwortungsbewusstsein für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Schützengesellschaft eingesetzt. Im schießsportlichen Bereich war er ebenfalls weiter aktiv und äußerst erfolgreich. So errang er die Königs- und Bezirkskönigswürde.
Februar 2026