Diözesanverband Aachen e.V. im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften
Diözesanverband Aachen e.V. im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften

Aus den Bruderschaften

Bezirksverband Viersen

 

Oberbebericher Schützen übergeben 400 Euro an Kindertagesstätte St. Elisabeth

 

 

Viersen Vor 25 Jahren übernahm St. Hubertus-Bruderschaft Viersen-Oberbeberich die Patenschaft über die damalige Kindertagesstätte St. Elisabeth Berliner Höhe. Das war Grund genug, bei den verschiedenen diesjährigen Veranstaltungen der Einrichtung, die inzwischen Familienzentrum ist, auf die lange Verbindung zurückzuschauen.

Ob Grillstand und Pommesbude beim Sommerfest, Arbeiten im Freigelände mit schwerem Gerät, Mitarbeit im Förderverein, Projektwochen oder der persönliche Einsatz von Mitgliedern der Bruderschaft – die Zusammenarbeit zwischen Oberbeberichs Bruderschaft und KiTa St. Elisabeth ist vielfältig.

„Wir pflegen einen intensiven Austausch, der auch durch die Teilnahme des Familienzentrums bei unseren Veranstaltungen sichtbar wird. Zu verdanken haben wir diese lebendige Beziehung insbesondere unserem Ehrenpräsidenten Hans Lennertz, der von der ersten Stunde an dabei ist, beide Seiten auf dem laufenden hält und auch durch seine langjährige Tätigkeit als Vorsitzender des Fördervereins St. Elisabeth als wichtige Schnittstelle fungiert“, so Präsident Hans-Willi Pergens.

Die Hubertus-Schützen unterstützen das Familienzentrum aber nicht nur mit Manpower, sondern auch finanziell. So übergaben Pergens und König Josef Schroers Anfang Dezember einen Obolus von 400 Euro, der für Aufwertung des Freigeländes eingesetzt werden kann.

Anlass für die Übergabe war die Adventsfeier des Oberbebericher Klöntreffs, dem alle 14 Tage stattfindenden Seniorenmittag der Bruderschaft im Vereinsheim. Die Kinder der KiTa besuchen den Jahresabschluss des Klöntreffs bereits seit einigen Jahren, präsentieren einen Auftritt und schenken den älteren Damen und Herren Zeit. Und so garantierten auch in diesem Jahr viele kleine Zipfelmützen wieder reichlich Stimmung. Dabei sorgte Karin Becher vom Klöntreff-Team natürlich dafür, dass es den kleinen Besuchern sowie den Erzieherinnen an Süßigkeiten und Getränken nicht mangelte.

Beberichs Familienzentrum St. Elisabeth und die St. Hubertus-Bruderschaft sind zwei feste Größen im Ort, die auch weiterhin zusammenhalten – daher auf die nächsten 25 Jahre!

 

Dez. 19

 

Bezirksverband Kempen

 

Der Heimatverein Vorst hat dem Schützenwesen ein Denkmal errichtet.

 

Auf dem Eduard-Heinkes-Platz in Vorst (Stadt Tönisvorst) ist es aufgestellt und erinnert an die Verbundenheit von Vorst mit dem Schützenwesen. Gut drei Meter hoch, aus Cortenstahl gefertigt, auf einem gemauerten, runden Sockel kommt die große, schlanke Stele bestens zur Geltung. „Vorst hat so wenige Denkmäler“, sagt Heinz-Josef Köhler, Vorsitzender des Heimatvereins und selbst Schützenbruder, „deshalb haben wir uns überlegt, dass wir mit einem Denkmal zur Verschönerung des Ortes beitragen möchten.“ Das Thema war schnell gefunden: In Vorst gibt es sehr aktive und traditionsreiche Bruderschaften, die seit Jahrzehnten das Dorfleben bereichern. „Das Schützenwesen ist das prägnanteste Brauchtum“, sagt auch Schriftführer Wolfgang Arretz, nicht umsonst heiße der Ort im Volksmund auch „Kermes-Voorsch“.           

    

Drei Bruderschaften hat Vorst: Die älteste ist St. Sebastianus-Schützenbruderschaft 1444, die seit 575 Jahren besteht. Aber auch die Bürger Junggesellen (gegründet 1564) und die Kehner Junggesellen von 1652 blicken auf eine lange Geschichte zurück. „Um allen drei Bruderschaften gerecht zu werden, hat die Steele drei Seiten“, erklärt Schützenbruder Heinrich Stieger vom Vorstand, der das Denkmal entworfen hat: „Ganz oben ist umlaufend die Silhouette der Gotthardus-Prozession mit den Schützen zu erkennen, darunter findet sich auf je einer Seite der Wahlspruch der historischen Schützen Glaube - Sitte – Heimat“. Das Vorster Wappen, die Pfarrkirche, der Schutzpatrons St. Godehard und die Wappen der Vorster Schützenbruderschaften sind ebenfalls zu sehen. Außerdem sind der General hoch zu Ross, die aus den Umzügen bekannte Kanone und die Parade der Schützen im Stechschritt aus dem Stahl ausgeschnitten. „Aus dem Inneren heraus werden die ausgestanzten Motive und Symbole beleuchtet und kommen so vortrefflich zur Wirkung“, betont Heinrich Stieger.              

       

Auch ein Standort war schnell gefunden. „Auf dem Eduard-Heinkes-Platz am Ende der Clevenstraße im Ortskern Vorst hat bis vor ca. 60 Jahre ein Denkmal gestanden“, erzählt Wolfgang Arretz. Dann sei der Platz für den Verkehr geöffnet worden und das Denkmal musste weichen. Seit geraumer Zeit ist der Eduard-Heinkes-Platz aber wieder verkehrsberuhigt und damit für ein neues Denkmal bestens geeignet. „Der Standort ist auch deshalb so gut, weil unter dem Platz der Vorster Schicksalsstrom, die Schleck, verläuft“, weiß Heinz-Josef Köhler. Der Schleckbach galt früher als Grenze zwischen Vorst und Kehn. Kehn war damals noch eine eigenständige Bauernhonschaft, die zum Amt Liedberg gehörte, Vorst ein eigenständiger Ort im Amt Kempen. Bis heute ist dies die territoriale Grenze zwischen den beiden Junggesellen-Bruderschaften.  Nicht selten kam es zwischen den Kehner Junggesellen und den Bürger Junggesellen zu Auseinandersetzungen um die Ehre, die Gotthardus-Prozession anführen zu dürfen. Es war dann aber weniger das Schicksal als vielmehr das  Erzbischöfliche Gericht, das 1763 festlegte, dass die Kehner Junggesellen die Prozession anführen dürfen. Am 4. Dezember 2018 wurde ein Modell mit den Gedanken zu den Symbolen in Form und Bildern präsentiert. „Die Zustimmung machte uns Mut und war uns Verpflichtung zugleich, noch forscher an der Realisierung zu arbeiten“, so Heinrich Stieger. Mit dem Modell ging es dann auf die Suche nach Unterstützern, Spendern und Förderern. Unterstützung erhielten wir vom Bezirksverband Kempen sowie den drei Vorster Schützenbruderschaften bei der Gewinnung von Fördermitteln. „Im August 2019 war es soweit, wir hatten genug Spenden bzw. Förderzusagen erhalten um in die Fertigung zu gehen“, berichtet Heinz-Josef Köhler. Trotz aller Vorarbeit lag die Tücke im Detail: Die Vorlagen der Konturen wirkten durch Mehrfarbigkeit, es musste in fertigungsgerechte Konturen umgesetzt werden. Heinrich Stieger fertigte für die fünfzehn Symbole und Motive manuell die Zeichnungen. Die vielen dabei entstandenen Zeichnungen wurden gescannt und zu CAD-Dateien verarbeitet. Die technischen Fertigungszeichnungen stammten aus denselben Händen. Am 6. November war die Stele aus Cortenstahl zusammen geschweißt, wobei die optische Wirkung erst Wochen später zu sehen sein wird, wenn der Cortenstahl seine dunkelbraune Schutzschicht ausgebildet hat. Wie es sich für ein Denkmal gehört, ist natürlich eine Urkunde mit Aktuellem unserer Zeit, im Sockel eingebaut. Zur  Segnung und feierlichen Übergabe an die Öffentlichkeit am 23.11.2019 zogen Delegationen der Schützen unter der Begleitung des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Vorst auf.
Bürgermeister Thomas Gossen sowie Bezirksbundesmeister Uli Loyen fanden die passenden Worte um diese tolle Bereicherung für das Schützenwesen im Allgemeinen und "Kermes Voorsch" im Besonderen zu würdigen. Heinz-Josef Köhler berichtete von den Phasen der Entstehung, würdigte die federführende Arbeit des 2. Vorsitzenden Heinrich Stieger, sowie, mit namentlicher Nennung, noch alle die aktiv an der Realisierung mitgearbeitet haben. Nach der Enthüllung sprach Gemeindereferentin Regina Gorgs den Segen mit der Bitte an Gott, seine schützende Hand über das Denkmal zu halten. Wie es sich gehört, wurde mit einem prozentreichen „Droap“ für alle Gäste diese feierliche Stunde beendet.

 

Dez. 19

Bezirksverband Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich

 

Dirndl und heiße Wadl‘n zum Oktoberfest in Broich-Peel

 

Das Broich-Peeler Oktoberfest der St. Rochus-Schützen war wieder ein toller Erfolg, das ganz in weiß-blau geschmückte Festzelt war mit gut 1600 Gästen wieder ausverkauft. Es zog erneut von nah und fern feierbegeisterte Menschen an. Ausgelassen war die Stimmung bei so manch einer Maß Bier. Die neue Band „Bayern-Mafia“ hatte ihr Publikum vom ersten Auftritt an fest im Griff, sie heizte kräftig ein, sie überzeugte mit stimmungsvoller Musik. 
Leider konnte die Band nicht für nächstes Jahr verpflichtet werden, da sie schon anderweitig verplant ist. Brudermeister Norbert Ohlenforst konnte daraufhin direkt wieder die österreichische Band „GUAT DRAUF“ festmachen, allen noch aus den Jahren 2017 und 2018 bekannt. Das Fazit des Brudermeisters: „Die Stimmung ist mittlerweile legendär gut. Dass ich aber von Taxifahrern über die gute Laune der Fahrgäste hörte, das hat es auch noch nicht gegeben. Es wurde auch kein Einsatz des Sanitätsdienstes gemeldet, das Oktoberfest ist absolut friedlich verlaufen. Die gute und harmonische Stimmung unserer Gäste und aller Beteiligten bei den Vorbereitungsarbeiten lässt uns positiv auf das kommende Jubiläumsjahr der Bruderschaft blicken. Darauf können wir uns schon jetzt riesig freuen. Wir hoffen, dass zu dieser 100-Jahr-Feier die Party mit der Band „JUST IS“ auch wieder ein großer Erfolg wird.“ So können wir auch mit Zuversicht die Planung für die dann schon 13. Auflage des Broich-Peeler Oktoberfestes im Jubiläumsjahr 2020 angehen.

 

Dez. 19

Bezirksverband Krefeld-Willich-Meerbusch

 

Hülser Schützen übergeben „Alte Werke“ ans Stadtarchiv

 

Am 27.11.2019 übergaben die Historische Schützenbruderschaften von Hüls 1464-1597 e.V., vertreten durch den König Stephan Hoppe, dem 1. Brudermeister Peter Schmidt, den 1. Archivar Georg Jablonowski, dem hinzugezogenen Bezirksbundesmeister und Historiker Mike Kunze und dem Krefelder Stadtarchiv, vertreten durch Dr. Moß, Unterlagen der Schützen. Diese Unterlagen, Rechnungsbücher und Protokollbücher, datieren zurück bis in das Jahr 1659 und spiegeln die Geschichte Hüls aus Sicht der religiösen Bruderschaften wieder. Sie werden nun historisch aufgearbeitet und dem Publikum zur Verfügung gestellt. Bei der Übergabe der Bücher bedankte sich Peter Schmidt bei Herrn Dr. Moß für die Möglichkeit, diese für die Bruderschaft wertvollen Bücher in das Krefelder Archiv zu geben. Er habe ein gutes Gefühl dabei, weil hier beste Bedingungen für diese alten Bücher und Schriften herrschen.

Hier einige Auszüge:

Bruderschaft Beatae Mariae Virginis:

Buch der Inkunften und Renten der Bruderschaft Beatae Mariae Virginis (BMV) in Huls - Anno 1659, den 29. May auß den alten Scedelen außgezogen und renovirt aus den Rechnungen von Anno 1628 biß auff dieß leuffent Jahr.-

Item - Verzeignuß deren Dingen, so die Bruderschaft den Brüderen zuthun verpflichtet und schuldig ist.-

Verzeignuß deren Nahmen, die der Bruderschaft Beatae Mariae Virginis zu Hulß inverliebet seint.-

Durch den Herren Servatium Werckenium, Pastorem zu Hulß, Anno 1659 den 29. May außgeschrieben und in diese Ordnungh dirigirt.-

 

Dez. 19

Bezirksverband Krefeld-Willich Meerbusch

 

Hüls unterstützt den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

 

Am diesjährigen "Allerheiligen-Tag" stellten sich wieder drei Mitglieder der Historischen Schützenbruderschaften von Hüls 1464-1597 e.V., jetzt mittlerweile zum achten Mal, mit ihren Sammelbüchsen am Friedhof in Krefeld-Hüls auf und baten um eine Spende für die Arbeit des "Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.". Zahlreiche Kriegsgräber-stätten erinnern noch an den Ersten Weltkrieg, der die Welt verändert hat. Um zu verhindern, dass der Weltkrieg in Vergessenheit gerät, pflegt der Volksbund die Gräber der Kriegstoten. Viele der Friedhofsbesucher kamen dem Wunsch nach. Die Leerung der Büchsen ergab einen Spendenbetrag von 544,93 €. So kam in den letzten Jahren die Summe von über 6.500 €  zusammen. Allen, die ihren Teil dazu gegeben haben, sei  herzlich gedankt.

 

November 19

Bezirksverband Viersen-Mitte

 

Sebastianus und Hubertus - Menschen, die uns heilig sind.

 

Im Herbst ziehen sich die Schützen nach ihren zahlreichen Umzügen von der Straße zurück. Gleichwohl ist das keinesfalls ein Rückzug aus der Öffentlichkeit. Denn insbesondere rund um Allerheiligen sind die Bruderschaften vielerorts aktiv. Sie pflegen Wegekreuze, Ehrenmale, Bildstöcke und Kapellen, die in ihrer Obhut stehen und für deren Erhalt sie sich verantwortlich fühlen. So auch in der St. Hubertus-Bruderschaft Viersen-Oberbeberich. Diese nämlich übernahm bereits vor 45 Jahren die Patenschaft für ein über 150 Jahre altes Heiligenhäuschen - die Hubertus-Kapelle zu Oberbeberich. Auch in den vergangenen Tagen wurde die kleine Kapelle wieder für das diesjährige Allerheiligenfest sowie das Patrozinium des heiligen Hubertus herausgeputzt. „Das Saubermachen und Blumenschmuck sind aber nur die kleineren Dinge, die wir durchführen. Ins Gewicht schlagen vielmehr die Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen für das Bauwerk, ob es die Sanierung des Dachstuhles betrifft, oder ein neuer Bodenbelag in der Kapelle,“ so Präsident Hans-Willi Pergens, der auch als Bundesmeister des Bezirksverbandes Viersen-Mitte von zahlreichen anderen baulichen Glaubenszeugnissen zu berichten weiß, um die sich Viersens Bruderschaften kümmern. Das jüngste große Projekt rund um die Hubertus-Kapelle war die Anschaffung zwei neuer Fenster. Dabei entschied sich der Verein für die Zusammenarbeit mit der Firma Oidtmann aus Linnich, die als älteste Glasmalereiwerkstatt Deutschlands über zahlreiche Referenzen verfügt. So tragen Werke im Xantener Dom, in St. Dionysius Krefeld oder in St. Lambertus Erkelenz die künstlerische Handschrift der renommierten Linnicher Glaswerkstatt. Bei den Motiven entschieden sich die Hubertus-Schützen für die Darstellung ihrer Schutzpatrone, für Hubertus als Namensgeber der Bruderschaft, und für Sebastianus, den Patron der Schützen. Im gesamten Prozess gab Heinrich Oidtmann, selbst engagierter Schützenbruder in seiner Heimatstadt, wertvolle Impulse. Die Umsetzung verantwortete schließlich Künstler Sebastian Slaby. „Eine solche Baumaßnahme, noch dazu eine von künstlerischem Ausmaß, realisiert man nicht in Wochen. Rund drei Jahre haben wir uns mit diesem Projekt beschäftigt, auch weil wir an vielen Türen Klinken putzen mussten, wenn es darum ging, Spenden zu sammeln“, teilt Pergens mit. Denn die Kosten für die beiden Fenster beliefen sich auf rund 15.000 Euro. Darum freute sich die Bruderschaft über viele Unterstützer, ob kleine oder große Wohltäter. Auch die Kirchengemeinde St. Remigius beteiligte sich Dank des Zuspruchs der beiden Pfarrer Helmut Finzel und Roland Klugmann mit einer großzügigen Zuwendung an der Verwirklichung des ambitionierten Projektes. Die feierliche Einsegnung der Fenster fand bereits im Rahmen der Diözesanwallfahrt des BHDS Aachen Mitte Mai statt. Seitdem erfreuen sich die Oberbebericher, aber auch Radwanderer oder Pilger, die den bekannten Irmgardispfad gehen, der direkt an der Kapelle entlang verläuft, an den neuen Fenstern. Besondere Ausstrahlung entfalten die Glaskunstwerke allerdings jetzt im Herbst. Denn der tiefere Sonnenstand garantiert ein beeindruckendes Lichtspiel. In diesen Tagen kümmern sich die ehrenamtlichen Kräfte wieder um die Kapelle. Neben Allerheiligen gibt es eine sogenannte Grundreinigung noch zu Ostern, zu Pfingsten und vor dem Schützenfest im August. Den Oberbeberichern ist es zu gönnen, dass sich auch weiterhin Schützenschwestern und -brüder für das Kleinod einsetzen, damit dieses so wichtige und gleichsam schöne Zeugnis des Glaubens für die kommenden Generationen erhalten werden kann.

 

Info zur Kapelle

Die Kapelle wurde etwa um 1860 errichtet. Der Bau geht auf ein Versprechen zurück, wonach die Eltern einer schwerkranken Tochter gelobten, im Falle der Heilung ihres Kindes ein Heiligenhäuschen auf ihrem Grundstück zu errichten. Die Tochter verstarb leider, dennoch errichteten die Hinterbliebenen die Kapelle. In den 20er Jahren des letzten Jh. ging die Kapelle in das Eigentum der Kirchengemeinde über. Leider war das Heiligenhäuschen in den 70er Jahren so verfallen, dass es vom Abriss bedroht war. Dann aber nahmen sich die Schützen des bemitleidenswerten Bauwerks an und sanierten es liebevoll. In den vergangenen Jahrzehnten wurden immer wieder Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt – vom Fundament bis hin zum Dach. Nahezu alle Kosten dafür brachte die Bruderschaft auf.

 

November 19

Bezirksverband Jülich

 

30. Cornelius-Schießen in Rödingen

 

Bereits zum dreißigsten Mal zog es Schützinnen und Schützen aus den Kreisen Düren, Aachen, Heinsberg und Bergheim nach Rödingen. In den 70-iger Jahren hatte es in Rödingen ein Blankenheuer-Schießen gegeben, welches jedoch eingeschlafen war. Rudi Kleefisch, Heinrich Gerken, Dieter Bongartz und Hans Hompesch hatten 1990 beschlossen, wieder ein Pokalschießen in Rödingen auszurichten. Man erzählt sich, dass der damalige Vorstand dem Ansinnen skeptisch gegenüber Stand: „Das kostet ja nur Schießscheiben und Munition. Das müsst ihr selber tragen und falls etwas übrig bleibt, kann es die Schießgruppe selbst verwenden.“ Doch die vier Schützen nutzen alle Kontakte, luden Vereine ein und viele Schützen nahmen schon am ersten Cornelius-Pokal teil. So staute der Vorstand nicht schlecht, als nach dem Turnier verkündet wurde: „Es war gut besucht und vom Überschuss kaufen wir ein neues Luftgewehr.“ Schießgruppe und Vorstand sind heute eine Gruppe. Den vielen Helferinnen und Helfern und den zahlreichen Sponsoren ist es zu verdanken, dass nun schon das 30. Cornelius-Pokalschießen erfolgreich abgeschlossen wurde. Dazu gratulierten Bürgermeister Jürgen Frantzen als Schirmherr, Dieter Tambour als 1. stellvertretender, Fred Schüller als 2. stellvertretender Bürgermeister und Wilhelm Hintzen als Ortsvorsteher Rödingen-Höllen-Bettenhoven, ganz herzlich. In den verschiedenen Altersklassen und Disziplinen gingen 150 Schützinnen und Schützen am Start. 

 

November 19

Bezirksverband Niederkrüchten

 

„Jungjäger“ stellen Königshaus!

 

In einem spannenden Wettkampf, welcher in einem packenden Duell mündete und durch den 99. Schuss schließlich entschieden wurde, setzte sich Jannik Scholz durch und ist neuer Schützenkönig der Schützenbruderschaft vom Hl. Laurentius und Hl. Hubertus Elmpt 1625 e.V. für das kommende Jahr. An seiner Seite steht seine Freundin und neue Königin Anna Gellen. Ebenfalls Jungjäger sind seine Minister Yannik Hauers mit Ministerin Hannah Weiss und Fabian Dahmen mit Ministerin Stephanie Wey. Das Königshaus wird durch den Jungjäger und neuen Königsadjutanten Marc Warkowski komplettiert. Wir freuen uns sehr für das junge Königshaus und auf das neue Schützenjahr.

 

November 19

Bezirksverband Viersen-Mitte

 

Die Rahser Schützen dachten bei ihrem Schützenfest an „Alt“ und „Jung“.

 

„Wir freuen uns im Grunde genommen das ganze Jahr darauf, dass die Schützen hier vor unserer Haustür feiern. Wenn das Zelt aufgebaut wird, steigt die Vorfreude weiter auf die schönen Kleider, die bunten Uniformen und ganz besonders auf die Leckereien, die wir am Montag bei den Schützen zu essen bekommen.“ So oder so ähnlich hört man die Bewohner des Seniorenheims „Notburgahaus“ schwärmen, wenn sie zum Schützenfest im Rahser befragt werden. Dies ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass die Notburgaschützen es sich zur Pflicht gemacht haben, jedes Jahr eine Gruppe des Seniorenheims auf den Kirmesplatz einzuladen und dort mit Speisen und Getränken zu versorgen. Und das ist noch nicht alles, was die Schützen aus dem Rahser tun. Für den traditionellen Dorfabend wird ebenfalls eine Gruppe aus dem Seniorenheim eingeladen, um das Schützenfest zusammen mit den Gästen aus nah und fern zünftig ausklingen zu lassen. Natürlich ist für diese Herrschaften der Eintritt frei.

Seit über einem Jahr spenden die Schützen aus dem Rahser an das Don-Bosco-Heim in Viersen-Helenabrunn, um den Kindern und Jugendlichen, die dort wohnen, die Möglichkeit zu geben, Vereinsleben kennen zu lernen. In diesem Jahr hat eine Gruppe von Jugendlichen mit einigen Betreuern und der Leiterin der Einrichtung, Stephanie Heggen, den Weg ins Rahser Zelt gefunden, um auch mal ein bisschen Schützenfestatmosphäre zu schnuppern. Und auch aus dieser Gruppe kam die Resonanz: „Das war toll. Da gehen wir wieder hin.“ Präsident Alexander Wassen meinte dazu: „Es ist uns wichtig, dass wir Jung und Alt integrieren. Wir feiern das Schützenfest nicht zum Selbstzweck, sondern mit der Bevölkerung und für die Bevölkerung. Und die Resonanz aus dem Notburgahaus und vom Don-Bosco-Heim spornen uns an, weitere Schützenfeste auszurichten und so dem kulturellen Leben einen festen Platz im Rahser zu geben.“

 

November 19

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