Diözesanverband Aachen e.V. im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften
Diözesanverband Aachen e.V. im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften

Aus den Bruderschaften

Bezirksverband Düren-Ost

 

Ein Zeichen der Solidarität - Kranzniederlegung der Gladbacher Schützenbruderschaft

 

Am Vatertag würde die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Gladbach 1712 e.V. normalerweise mit einem gemeinsamen Frühstück und mit dem anschließenden Königsschießen ihr diesjähriges Schützenfest beginnen. Leider mussten die Gladbacher Sebastianer jedoch ihr Schützenfest - wie wohl alle Bruderschaften bundesweit - aufgrund der Corona-Pandemie absagen. Um ein Zeichen zu setzen, führte die Bruderschaft am Samstag, 23. Mai am Kriegerdenkmal eine Kranzniederlegung durch, zum Gedenken an alle verstorbenen Schützenbrüder sowie anlässlich „75 Jahre Kriegsende“. Da außerdem zurzeit nur Messen in Kelz und Vettweiß abgehalten werden, hat man dort zudem eine Messintention abgegeben. Die Gebetsbitte wurde in den Gottesdienst, der an diesem Tag bereits um 17 Uhr in Kelz stattfand, aufgenommen. Ferner baten die Schützen alle Einwohner von Gladbach und Mersheim sowie Schützenschwestern und Schützenbrüder, ebenfalls ein Zeichen zu setzen und wie gewohnt ihre Fahnen herauszuhängen. In diesem Sinne müssen alle zusammenstehen. Denn gemeinsam ist man stark. Gerade hierfür steht jeder einzelne Schützenbruder der Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Gladbach 1712 e.V. und alle Bruderschaften. Dies gehört zu den Prinzipien der Gladbacher Schützen. Bleiben Sie alle gesund und stark.

 

Juni 2020

 

Bezirksverband Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich

 

Schelsener Schützen pflegen Wegekreuze

 

Die Sozialaktion des BDKJ „72 Stunden – uns schickt der Himmel“, nahm der Präses der St. Josef Schützenbruderschaft Schelsen im Jahr 2019 zum Anlass, seine Schützen für eine besondere Aktion zu begeistern. Schon seit längerer Zeit waren ihm die Zustände der Wegekreuze und Bildstöcke in Schelsen ein Dorn im Auge. Diese wurden in früheren Jahren von den Nachbarschaften und Altargemeinschaften gepflegt. Aber mit dem Wegfall der Fronleichnamsprozessionen durch das Dorf, nahm auch die Verantwortung immer mehr ab und somit war es an der Zeit, Initiative zu ergreifen. Um die letztes Jahr liebevoll hergerichteten Kreuze und Bildstöcke weiter in Schuss zu halten, trafen sich auch in diesem Jahr ca. 60 Schützen, um diese – natürlich unter Einhaltung der aktuellen Pandemie-Regelungen –  zu säubern und neu zu bepflanzen. Große Unterstützung fand diese Aktion auch beim ansässigen Lenders Gartencenter, das die notwendigen Blumen und Stauden sowie Blumenerde in ausreichender Menge spendete. Das „Rindenmulch-Taxi“ wurde von Tobias Koch an die verschiedenen Kreuze gefahren. Da an einigen Stationen auch schon in den Tagen zuvor gearbeitet worden war, konnten alle Arbeiten bis zum frühen Nachmittag abgeschlossen werden. Für die Schützen des Jägerzuges „Jägermeister“ war sogar noch so viel Zeit übrig, dass die Sandkästen im Kindergarten umgegraben werden konnten. Da hier länger nicht mehr gespielt werden konnte, war der Sand zwischenzeitlich sehr hart geworden. Nun warten die frisch gemachten Sandkästen auf fröhliche Kindergartenkinder. Leider war ein gemeinsames Abschlusstreffen „unter der Eiche“ in diesem Jahr nicht möglich. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Präses Norbert Häusler war indes stolz auf den Einsatz seiner Schützen und sagte: „Schelsen hat an diesem Tag gezeigt, dass Christentum – in welcher Form auch immer – Thema in Schelsen ist. „Die Sache mit Jesus – sie ist nicht vorbei!“ und der 1. Brudermeister Stephan Zitzen konnte feststellen, dass die beiden Leitgedanken der Bruderschaft, „Glaube“ und „Heimat“ an diesem Tag eindrucksvoll umgesetzt und gelebt wurden.

 

Juni 2020

 

 

Bezirksverband Stolberg

 

Hilfe kommt von der Bürgerinitiative Stolberg

 

Trotz der Corona-Krise haben die Stolberger Schützen keine Langeweile. Die Bürgerinitiative (BI), die ihr Brudermeister Stefan Doncks 2015 ins Leben gerufen hat, brauchte mehr denn je die Unterstützung der Schützen, um die vielfältigen, ins Leben gerufenen Hilfen, zu bewältigen. Hierdurch wurde vielen Menschen in der Krise geholfen. Bemerkenswert war schon der Grund zur Bildung einer BI. „Ursprünglich waren wir eine Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt der Notfallpraxis in Stolberg eingesetzt hat“, beschreibt Doncks. „Wir haben dafür plädiert, dass unser Gesundheitssystem in erster Linie für die Menschen da sein sollte, statt wirtschaftliche Aspekte in den Vordergrund zu stellen. Gerade heute sollte uns das bewusster sein denn je.“ Bei Facebook sind der BI knapp 3000 Menschen angeschlossen, bei einer Demonstration gingen hunderte Teilnehmer auf die Straße, doch die Kassenärztliche Vereinigung schloss die Stolberger Notfallpraxis, und der Kampf der BI war erfolglos. Zumindest fast, weil Doncks die ruhende Bürgerinitiative jetzt reaktiviert hat und bestehende Strukturen unter dem neuen Namen BI für die Kupferstadt nutzt, um mit vielen Mitstreitern anderen Menschen in der Corona-Krise zu helfen. „Angefangen haben wir mit Einkaufshilfen für ältere Menschen. Schnell haben sich gut 30 Aktive gemeldet, die für Senioren Waren des täglichen Gebrauchs und Medikamente einkaufen“, erklärt der Brudermeister. „Bei der Einkaufshilfe haben die Kunden feste Ansprechpartner, so dass die kontaktlosen Übergaben dennoch persönlichen Charakter haben“, führt der 48-Jährige aus. Als die Stolberger Tafel den Betrieb vorübergehend einstellen musste, folgte der nächste Schritt der BI. „Ein Eschweiler Unternehmen hat uns unbürokratisch mit einer Geldspende unterstützt. Das war der Startschuss dafür, dass wir Osterpakete für Bedürftige gepackt und verteilt haben“, konnte man stolz berichten. Weitere Geld- und Sachspenden folgten. So habe zum Beispiel ein Stolberger Familienunternehmen Hygieneartikel gespendet, ein anderes Kupferstädter Traditionsunternehmen Nähutensilien. Denn zwischenzeitlich hatte sich aus der BI heraus eine Gruppe von mehr als 20 Frauen organisiert, die Masken nähten. Zwischenzeitlich haben die Damen über 3000 Behelfsmasken genäht. „Die Masken nutzen wir selbst und verteilen sie an Risikopatienten, Schulen, medizinische Einrichtungen und an ein Taxiunternehmen“. „In der Corona-Krise sind durch Kurzarbeit und wegfallende Minijobs auch Menschen finanziell betroffen, die nicht berechtigt sind, bei der Tafel einzukaufen. Aus diesem Grund hat Stefan Doncks  gemeinsam mit der BI und der Verwaltung der Kupferstadt  Stolberg einen Gabenzaun errichtet. Am Gabenzaun können Bedürftige etwa gespendete Konserven, Nudeln und Hygieneartikel abholen“. Durch die Tätigkeit in Bruderschaft und Bezirksverband, konnten bestehende Beziehungen zu Geschäftsleuten genutzt werden. Die Notfallpraxis konnte die Bürgerinitiative nicht erhalten, jetzt aber mit Einkaufservice, Gabenzaun, Masken und mehr vielen Menschen helfen.

 

Juni 2020

 

 

Bezirksverband Viersen-Mitte

 

Ein Herz für die Bruderschaft Oberbeberich für zuhause

 

In vielen Gärten der Hubertus-Schützen Viersen-Oberbeberich gibt es einen neuen Blickfang: Ein Herz aus Cortenstahl mit der Aufschrift „Oberbeberich“. Das Kreuz-Pfeil-Symbol der Schützen sowie das für die St. Hubertus-Bruderschaft typische Hirschgeweih mit dem Kreuz in seiner Mitte runden als weitere Stilelemente das kleine Kunstwerk ab. „Not macht erfinderisch. Wir haben uns in den vergangenen Wochen einiges einfallen lassen, um unsere Mitglieder in der Corona-Zeit aufzumuntern. Und weil viele von uns überdurchschnittlich viel Zeit im eigenen Garten verbrachten, kam uns die Idee des Stahl-Herzens“, so Präsident Hans-Willi Pergens. Cortenstahl zeichnet sich durch seine extreme Langlebigkeit aus und setzt auf der Materialoberfläche allmählich eine Rostschicht an. Das verleiht dem Exponat schließlich einen rauen und doch gefälligen Charme. Die meisten Herzen gingen am Vorabend des Fronleichnamsfestes an ihre neuen Besitzer über. „Auch hier haben wir improvisiert und anstelle der fehlenden Fronleichnamsprozession zumindest eine kleine Andacht an der Hubertus-Kapelle abgehalten“, so der Hubertus-Präsident, bei dem als Bezirksbundesmeister auch die Fäden des Bezirksverbandes Viersen-Mitte zusammenlaufen, welcher derzeit mit großer Einigkeit durch die Krise geht. Die Hubertus-Bruderschaftler haben sich durch die Corona-Pandemie nicht unterkriegen lassen. Neben einer sehr intensiven Kommunikation über Mailings, Homepage, Facebook oder Instagram hielten sich die Mitglieder mit verschiedenen Aktionen bei Laune und demonstrierten Zusammenhalt. Bereits anlässlich Ostern zeigten die Hubertus-Schützen in Viersens Ortsteil Oberbeberich sprichwörtlich Flagge an den Häusern. Alle älteren Mitglieder sowie die Teilnehmer des normalerweise 14-tägig stattfindenden Seniorentreffs erhalten regelmäßig Infopost mit kleinen Überraschungen, zuletzt etwa Briefe und kleine Kunstwerke der Schützenjugend. Große Resonanz erfuhr auch die sogenannte „Corona-Schlange“ am eigenen Vereinsheim – eine meterlange Aneinanderreihung verzierter Steine, ob bemalt oder filigran beschrieben. Und an der Viersener Solidaritätsaktion „Kulturkerze – Licht der Hoffnung“ beteiligte man sich ebenso wie am abendlichen Aufstellen einer Kerze in Fenstern und Haustüren. Nicht zuletzt inspirierte der bruderschaftseigene Liturgiekreis vor allem in der Karwoche und der Osterzeit mit kleinen Impulsen. Das Schützenfest im August fällt wie alle Schützen- und Heimatfeste, die bis Ende August stattgefunden hätten, leider aus. „Man muss jedoch auch mal den Mut haben, auszusprechen, dass die Corona-Pandemie für das Vereinsleben und jeden Einzelnen nicht nur schmerzlicher Einschnitt ist, sondern aufgrund kaum noch gekannter Zeitfenster auch Raum zum Reflektieren gibt. Zeit neu zu erfahren, Dinge zu überdenken, neue Möglichkeiten ausprobieren, auch das ist das Gebot der Stunde. Und so werden wir uns sicherlich für die Sommermonate mit den anderen Bruderschaften Viersens das ein oder andere einfallen lassen, um trotz fehlender Umzüge und Marschmusik Gemeinschaft zu leben und auch nach außen zu zeigen. Wir Schützen sind mehr als ein Party- und Folkloreverein“, so Pergens. So arbeite man derzeit anstelle der üblichen Festschrift an einem Jahrbuch der Bruderschaft. Dabei verzichtet die Bruderschaft auf die üblichen Anzeigeninserate, bietet gleichwohl als Geste der Verbundenheit zu allen Partnern das Abdrucken des Firmen- oder Geschäfts-Logos an.

 

Juni 2020

 

 

Bezirksverband Heinsberg

 

Das alte Holzkreuz auf dem Friedhof erstrahlt in neuem Glanz

 

Auf Initiative der Vereinigten Schützenbruderschaften Heinsberg e.V. wurde das stark verwitterte Holzkreuz fachgerecht saniert. Durch den Einsatz einer 4-stelligen Spendensumme, an der sich die Kreissparkasse Heinsberg als auch die Volksbank Heinsberg beteiligten sowie viel Zeit unseres Vorstandes, erstrahlt nach 4-monatiger Restaurierung das alte Holzkreuz auf dem Friedhof an der Gelsenkirchener Straße in neuem Glanz. Mit großer unbürokratischer Hilfe der Stadtverwaltung und zwei Heinsberger Handwerksunternehmen ist das Kreuz nun wieder für einige Jahrzehnte optimal gegen Wind und Wetter geschützt. Die Mitarbeiter des Bauhofes unter der Leitung von Bernhard Heuter, bewiesen sowohl bei der Demontage als auch bei der Montage ihr hohes fachliches Können.

Für die Holz- und Wetterschutzarbeiten übernahm die Firma Arendt Dreßen, Tischlerei in Heinsberg-Lieck, die Verantwortung. Vor Jahrzehnten wurde das Kreuz schon einmal von der Firma Dreßen überholt. Damals war es der Vater von Arendt Dreßen, der mit seinem Sohn das Kreuz instand gesetzt hatte. Die notwendigen Zinkbleche lieferte und verarbeitete der Dachdeckermeisterbetrieb Herbert Classen aus Heinsberg, der auch den Rücktransport zum Friedhof ehrenamtlich ausführte. Die Schützenbruderschaft Heinsberg sagt herzlichen Dank an alle Beteiligten.

 

Juni  2020

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Diözesanverband Aachen e.V. im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften