Diözesanverband Aachen e.V. im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften
Diözesanverband Aachen e.V. im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften

Aus den Bruderschaften

Bezirksverband Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich

 

BSV St. Hermann-Josef Speick - Dank an die Coronahelden!

 

Volks- und Heimatfest im Jahre 2020 – abgesagt! Auch in der Gemeinde St. Hermann-Josef in Mönchengladbach Speick blieb man von Veranstaltungsabsagen ausgelöst durch die Coronapandemie nicht verschont. Die Vereinsmitglieder um Präsident Markus Effertz haben es sich dennoch nicht nehmen lassen, Flagge zu zeigen. So schmückten Sie den ganzen Ort mit Maibäumchen an den Laternen, hängten Fähnchen über die Straßen, setzten traditionell ihren Mai und legten einen Kranz nieder zu Ehren der Verstorbenen. Alles natürlich streng unter Einhaltung der Corona-Verordnung und im ungewöhnlich kleinen Stil, dafür jedoch mit Live-Übertragung, damit alle zu Hause daran teilhaben konnten. Das Highlight in diesem Jahr zum abgesagten Volks- und Heimatfest, findet man an 3 verschiedenen Stellen im Ort. Die Speicker haben extra neue Banner anfertigen lassen, um zu zeigen:

Wo wir sind, ist Heimat! Wir danken allen Coronahelden! Bleibt gesund!

Die Speicker Schützen sind da, sie helfen, sie sind solidarisch und sie danken. Der Dank ist natürlich nicht nur an die eigenen Coronahelden gerichtet, sondern vielmehr an Alle, die im letzten halben Jahr Unglaubliches und Ungewöhnliches geleistet haben. Glaube – Sitte – Heimat, das sind die wichtigsten Aspekte eines Bürgerschützenvereins, und wenn man dies mit Rücksicht und zum Schutz der Bevölkerung nicht wie gewohnt leben kann. So wird es in Speick eben mit 3 großen Bannern signalisiert und an die Bevölkerung gerichtet, mit der Bitte und der Hoffnung, dass Alle gesund bleiben und diese außergewöhnliche und beängstigende Zeit unbeschadet überstehen. In diesem Sinne – bleiben Sie gesund!

 

Okt. 2020

 

Brudermeisterin Marga Schrickel, Vorsitzende ISM Renate Schwarz, Jungschützenmeister Julian Breuer, Schießmeister Frank Breuer bei der Scheckübergabe

Bezirksverband Düren-Nord

 

St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Merzenich zwischen Tradition und Flexibilität

Die Entwicklung des ersten Halbjahres 2020 ließ keinen Zweifel daran aufkommen, das auch das Programm des Schützenfestes in Merzenich nicht würde durchgeführt werden können. Trotz guter Gründe und Sorge um die Gesundheit der Aktiven war doch die Enttäuschung zu spüren und das Ausmaß der allgemeinen Beschränkungen bedrückend. An der Hoffnung, im Zuge einer verbesserten Entwicklung der Situation rund um die Corona-Pandemie und der Beschränkungen doch einen Teil unserer Traditionen pflegen zu können wurde dennoch still festgehalten und letztlich mit Leben gefüllt. Das Wochenende nach dem Fest Peter und Paul, in diesem Jahr vom 02. bis 05. Juli 2020, steht traditionell im Zeichen des Schützenfestes in Merzenich. Im Mittelpunkt dabei die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Merzenich gegr. vor 1531 e.V., natürlich deren amtierende Majestäten und nicht zuletzt das gepflegte Festprogramm. Dazu gehören der Vogelschuss, der Königsball, Party der Jugend am Freitagabend, das Hochamt mit Kranzniederlegung am Sonntag oder auch der große Festzug mit Parade vor der Pfarrkirche St. Laurentius. Fester Bestandteil ist auch die Gemeinschaft mit den befreundeten Ortsvereinen und der Besuch befreundeter Bruderschaften. Eine bereits im Laufe des Aprils in realistischer Abschätzung, doch mit großer Enttäuschung getroffene Entscheidung des Vorstandes bedeutete, das Fest organisatorisch nicht in Angriff zu nehmen und damit defacto für dieses Jahr ersatzlos ausfallen zu lassen. Kurz zuvor waren bereits die Wettkampfsaison im Schießsport und der eigene Trainingsbetrieb nebst Jugendarbeit vollständig zum Erliegen gekommen. Letztlich waren die Vorgaben der Beschränkungen, aber auch eigene Sorgen um die Gesundheit vorrangig. Eine Situation, die sich ja nicht auf Merzenich beschränkte sondern sich flächendeckend in Kreis, Region und Land einstellte. König Günther Schmitz mit Gattin Nicole, Prinzessin Anna Schmitz mit Begleitung Christopher Lamb, sowie Schülerprinz Leon Müller trafen die mit großem Respekt bedachte Entscheidung, für ein weiteres Jahr bis Sommer 2021 ihre Ämter fortzuführen. Zu diesem Zeitpunkt mutete die Hoffnung, Anfang Juli irgendetwas organisieren und durchführen zu können, noch einigermaßen utopisch an - dennoch blieb der Blick in diese Richtung bestehen. Mit der sich dann zunehmend leicht entspannenden Situation kam die Idee auf, das traditionelle Preisvogelschießen, dann unter anderer Zielsetzung, im kleinsten Kreis durchzuführen. Die Schießanlage auf der Merzenicher Pfarrwiese bot dazu durch ihre Abgeschlossenheit ideale Bedingungen. Auch weil der Personaleinsatz hier gering ist. Auf anwesende Öffentlichkeit musste dabei natürlich verzichtet werden. Ein Team aus den Schießmeistern Frank Breuer und Florian Czabainka, den Jungschützenmeistern Sebastian Kreuel und Julian Breuer, sowie den Aktiven Sabine Kreuel, Björn Wolfgarten und Nico Wirtz traf sich (unter Einhaltung der Regelungen) und begann mit der Organisation des Wettbewerbs inklusive eines Hygienekonzepts. Brudermeisterin Marga Schrickel konnte mit der Gemeinde und der Pfarre, beiden ist dazu sehr zu danken, zusätzlich einen Freiluftgottesdienst vor der Grundschule mit anschließender Kranzniederlegung am Ehrenmal und einen kleinen Umzug absprechen. Innerhalb des Teams wurde überlegt, einen möglichen kleinen Überschuss des Preisschießens der Jugendarbeit der Bruderschaft zu Gute kommen zu lassen. Darüber hinaus gab es die Überlegung, in diesem so ungewöhnlichen Jahr auch für soziale Zwecke etwas zu tun, so dass es zu einem Spendenaufruf nebst Charity-Vogelschießen kam. Begünstigt werden sollte zum einen die „Interessengemeinschaft Sorgenkinder Merzenich e.V.“, einem langjährig befreundeten Ortsverein und zum anderen die in der Region bekannte Organisation "Running for Kids" Düren mit ihrem Aushängeschild Herrn Peter Borsdorff. In der Folge wurden zum einen die üblichen Hauptpreisvogellisten an Aktive und Freunde ausgegeben (Vogel für die Jugend) sowie um Spenden gebeten (Charity-Vogel). Mit der Resonanz war nicht zu rechnen und wurde auch so von uns bei weitem nicht erwartet. Sonntag, der 05. Juli, startete zunächst mit der Festmesse, zelebriert durch unseren Präses Herrn Pastor Andreas Galbiertz, sowie der Kranzniederlegung am Ehrenmal in der alten Pfarrkirche. Im Rahmen eines kleinen Umzuges fand sich, auf angemessene Distanz, doch Gelegenheit die Bewohner des Seniorenhauses Marienhof durch einen kurzen Besuch und etwas Musik zu erfreuen. Im Anschluss fand dann auf der Pfarrwiese das Preisschießen statt. Anwesend waren außer dem Team der Organisation nur die Majestäten, einige Schützenbrüder aus Vorstand und Offizierskorps sowie einige wenige Aktive des uns begleitenden Tambourcorps "Spielvereinigung 1923 Merzenich e.V". Das Pfänder- und Hauptpreisvogelschießen fand zunächst im gewohnten Rahmen über die Vogellisten statt. Pfänder, ein Preisvogel und ein Präsentkorb fanden ihre Gewinner. Höhepunkt war dann das Charity-Schießen, welches mit einem kleinen, freundschaftlichen Wettkampf zwischen der “ISM“ und "Running for Kids" gestaltet wurde. Beide wurden jeweils durch einen Schießleiter vertreten um unnötige Kontakte zu vermeiden. Der Vogel fiel zu Gunsten von "Running for Kids", aber beide Parteien konnten ausgeschriebene Preisgelder einstreichen. Im Rahmen einer Siegerehrung "auf Abstand" konnte dann beiden Vereinen durch die Brudermeisterin und dem Schießmeister, zur Freude auf allen Seiten, neben den Holzgeldern jeweils ein Betrag in Höhe von 500,00 Euro überreicht werden. Durch weitere Spenden im Nachgang der Veranstaltung wurden es am Ende sogar 650,00 Euro. Erwähnenswert ist auch, dass unser Tambourcorps, in Person ihres Tambourmajors Bernhard Kreuel, das für ihr - leider zu kurzes - Spiel am Ehrenmal und im Umzug zugedachtes Salär zu Gunsten der Aktion spendete. Ein Dank gilt allen Teilnehmern und Spendern. Die Jungschützen im Team hatten unter der Leitung von Sabine Kreuel zum einen für eine gute Bewerbung des Charity-Schießens im Vorfeld gesorgt. Ein neu erstellter Vogel "Laurenz" wurde dabei zur Marke, der uns auch künftig häufiger begleiten wird. Ebenso wurden Spender und Förderer optisch gut ins Licht gesetzt, vor allem aber gelang der Versuch, das Charity-Schießen über die sozialen Medien "live" zu übertragen. Es entstand ein eindrucksvolles Dokument, der Verlauf konnte interessant und auch genau verfolgt werden. So konnte auch die Freude aller Beteiligten über diese gelungene Veranstaltung nach außen vermittelt werden. Über die Facebook-Seite der Bruderschaft kann dies weiterhin gerne abgerufen werden. Bilder gibt es auch auf unserer Internetseite www.schuetzen-merzenich.de. Wir sind dankbar, dass wir in diesem nach heutiger Kenntnis wohl fürs erste sehr kurzen Moment der Entspannung etwas von unserem Schützenfest haben "feiern" können. Wichtig war es uns, wieder etwas an Kontakten ermöglicht zu haben, aber auch, andere in ihren oft schwierigen Aufgaben unterstützt zu haben. Auch die Teamarbeit, im Vorfeld wie an diesem Tag selbst, war nicht nur Grundlage für diesen positiven Moment, sondern auch eine Motivation für unsere Jugendarbeit insgesamt und die offene Einbindung jüngerer in die Vereinsarbeit und deren Weiterentwicklung. Das Schützenfest war also nicht "ausgefallen", sondern nur den Umständen angepasst und letztlich für die Bruderschaft und deren Abteilungen doch noch Gelegenheit zur Pflege des Brauchtums.

 

Okt. 2020

Bezirksverband Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich

 

St. Hubertus-Schützenbruderschaft Korschenbroich-Herrenshoff 1926 e.V.

 

„Herrenshoff, Herzbroich, Raderbroich feierten ihr Schützenfest im Herzen“

 

Auch das Volks- und Heimatfest in Herrenshoff fiel dem Corona-Virus Ende August zum Opfer. Auf den Höhepunkt des Jahres wollten die Schützen dennoch nicht ganz verzichten und gaben daher das Motto aus, „Herrenshoff, Herzbroich, Raderbroich feiert sein Schützenfest im Herzen“. Zur Einstimmung auf das etwas andere Schützenfest gab es eine Sonderausgabe des jährlich erscheinenden beliebten Festheftes. Hierin wurde u.a. auch allen Werbepartnern und Schaustellern ein Dank für die langjährige, vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit ausgesprochen. Mit Hilfe eines „virtuellen Schützenfestes“ unterstützte die Bruderschaft das Projekt „Augenhilfe Afrika“, aber auch ihre Schausteller, deren „Buden“ alljährlich ein wichtiger und unentbehrlicher Bestandteil des Festzeltplatzes sind. Dieses „virtuelle Schützenfest“ war auf der neuen Homepage der Bruderschaft (www.hubertus-bruderschaft.de) im Online-Shop zu finden. Die Bürgerinnen und Bürger wurden gebeten, durch das Aufhängen ihrer Bruderschafts-Hausfahnen in den Tagen vor dem Schützenfest ihre Häuser zu schmücken und damit Flagge zu zeigen. Die Schützenzüge hingen wie gewohnt die Wimpelketten in den ihnen zugeteilten Straßen auf. Mit zwei weiteren Aktionen wollten die Bruderschaftler zeigen, wie sehr Ihnen ihr Volks- und Heimatfest am Herzen liegt. Die traditionelle Kranzniederlegung und damit das verbundene Gedenken an die gefallenen Soldaten zweier Weltkriege, aber auch an die verstorbenen Mitglieder unserer Bruderschaft, wurde im Vorfeld aufgezeichnet, und am Schützenfest-Samstag, den 29.08.2020 ab 18.15 Uhr auf der Homepage der Bruderschaft als Video online gestellt. Am Schützenfest-Sonntag, den 30.08.2020 wurde der Festgottesdienst um 10.00 Uhr in der Herz-Jesu-Pfarrkirche in Herrenshoff wie gewohnt durchgeführt. Diese Festmesse wurde per Livestream übertragen. Dies gab allen Schützenbrüdern und Gemeindemitgliedern die Möglichkeit, den Gottesdienst über die o.a. Homepage zu verfolgen.

 

Okt. 2020

 

Bezirksverband Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich

 

Trauer in Broich-Peel

 

Die Sankt Rochus Bruderschaft Broich-Peel trauert um ihr hoch geschätztes Ehrenmitglied August Amend. Am 5. August 2020 verstarb unser Ehrenmitglied August Amend im 93. Lebensjahr. Er trat 1947 in unsere Bruderschaft ein und blieb ihr bis zu seinem Tode immer treu, auch in der Zeit, als er in Tetelrath wohnte. Er war immer ein Mann der Tat. 1976 war er Schützenkönig. Zum Auftakt dieses Schützenfestes gab es freitags Spanferkel, seinerzeit etwas Besonderes, worauf das Königspaar sichtlich stolz war. 1985 war er Minister unter König Willi Vieten. Zwischen 1976 und 1986 war er zweiter Brudermeister. In Anerkennung seiner langjährigen Verdienste um die Bruderschaft erhielt er viele Auszeichnungen, bis hin zum Schulterband zum St. Sebastianus Ehrenkreuz. Zudem wurde er 1999 Ehrenmitglied und 2000 zum Generalfeldmarschall unserer Bruderschaft ernannt. Von 1986 bis 2000 war August Amend General. Er liebte seine Heimat, die Bruderschaft, die Pfarrkirche und die damit verbundenen Traditionen, ebenso das Reiten und die Geselligkeit. Er hatte Freude daran, dass Broich-Peel mit all seinen Vereinen so lebendig ist. Zum Schützenfest lud er die Reiterei sonntags vor der Parade regelmäßig zum Kaffee ein. Danach nahm er dann als Generalfeldmarschall die Reiterstaffel mit ihren Pferden mit der Bemerkung ab: „Die Peerd stond joot drop“. August Amend war immer ein Querdenker im positivsten Sinn, er kämpfte leidenschaftlich für eine Sache. Wir werden seiner in Ehren und im Gebet gedenken.

 

Okt. 2020

Viersen - Mögliches möglich machen 

Viersen - Mögliches möglich machen Auch ohne Uniform und Federbusch Schützen mit Leib und Seele.  

 

Wie anderenorts verging auch in Viersen die Sommerzeit leider ohne öffentliche Auftritte der Bruderschaften – keine Paraden, kein klingendes Spiel auf den Straßen, keine Festzelte. Es sind schwierige Monate für die Schützen in einem der ältesten Bezirksverbände (Gründungsjahr 1925). Die gedämpfte Stimmung in- und außerhalb der Vereine und nach wie vor die Sorge rund um das Infektionsgeschehen des Corona-Virus stellen die Verantwortlichen vor bislang nicht gekannte Herausforderungen – so etwa dem Spagat zwischen den Mitgliedern, die nicht tatenlos bleiben wollen und sich nach (neuem) Alltag sehnen, und jenen, die abwarten wollen, zögerlich oder gar ohnmächtig sind. Und trotzdem haben Schützenschwestern und -brüder dem Bezirksverband Viersen-Mitte ein Gesicht gegeben. So auch die Hubertus-Schützen Oberbeberich, die in diesem Jahr unter normalen Umständen Ausrichter des großen Bezirksschützenfestes gewesen wären.   Die Fahnen in der Sektion wurden am zweiten August-Wochenende wie sonst auch gehisst und das Ehrenmal sowie die Kapelle dennoch herausgeputzt. Einer gemeinsamen Absprache aller Gruppenleitungen folgend, trafen sich die meisten Gruppierungen intern und absolvierten ein ganz unterschiedliches Programm - ob etwa Fahrradtour, Wanderung durch die Sektion oder ein Grillen im Freien. Die Schützenfamilie zeigte an verschiedenen Orten auch ohne Uniform und Federbusch Präsenz – dezentral und auf Abstand; und doch irgendwie gemeinsam, denn der Zusammenhalt wurde auch getragen durch die gegenseitige Teilhabe am jeweiligen Programm mittels digitaler Möglichkeiten. Am Sonntag, 9. August, kamen zahlreiche Mitglieder der Schützenfamilie dann doch für rund 1,5 Stunden im Freien zusammen. Die mit dem Ordnungsamt der Stadt abgestimmte Teilnehmerzahl von 100 Personen wurde eingehalten, auch wenn sicher gerne mehr gekommen wären. Präsident und Bundesmeister Hans-Willi Pergens freute sich insbesondere über die Anwesenheit von Bezirkskönig Dominik Hendriks, Bruderschaftskönig Josef Schroers, Schülerprinz Jann-Julian Pergens und stellv. Bürgermeister Hans-Willy Bouren. Erster Programmpunkt war eine Andacht unter freiem Himmel, die der Liturgiekreis mit einer Abordnung des Musikvereins Herongen gestaltete. Der allgemeine Tenor der Texte war von ernsten, dennoch auch zuversichtlichen Beiträgen bestimmt und die vertrauten Klänge der Heronger Freunde gingen unter die Haut. Anschließend zogen die Teilnehmer still und auf Abstand zum rund 300 m entfernten Ehrenmal. Dort stieß auch Präses Pfr. Roland Klugmann dazu und segnete das gerade erst sanierte Kreuz der Gedenkstätte sowie ein von Hannah-Sophie Pergens gestaltetes Bild für die Hubertus-Kapelle. Bevor die Gemeinschaft wieder ihre Wege auf Abstand einschlug, gedachten die Hubertus-Schützen der Verstorbenen und legten einen Kranz am Fuße des Ehrenmals nieder.   Traurig: Für Josef Schroers sollte es der letzte Auftritt bei seiner Schützenfamilie sein. Nur eine Woche später verstarb Oberbeberichs Schützenkönig plötzlich und unerwartet im Alter von 71 Jahren. Unter großer Anteilnahme trugen die Hubertus-Schützen ihren König, Gruppenkameraden und Freund am 24. August zu Grabe.   In Kontakt bleiben und informieren: Oberbeberich konnte keine Festschrift herausgeben, aber immerhin ein Jahrbuch. Die kleine Broschüre wurde an alle Haushalte der Ortschaft sowie die Mitglieder außerhalb der Sektion verteilt. Das Heft steht auf der Homepage der Bruderschaft auch digital unter dem folgenden LINK zur Verfügung: http://www.oberbeberich.de/media/2020_Jahrbuch_digital_komprimiert(96dpi).pdf   

 

Verfasser: Hans-Willi Pergens 

Sept.2020

 

 

Bezirksverband Düren-Ost

 

Ein Zeichen der Solidarität - Kranzniederlegung der Gladbacher Schützenbruderschaft

 

Am Vatertag würde die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Gladbach 1712 e.V. normalerweise mit einem gemeinsamen Frühstück und mit dem anschließenden Königsschießen ihr diesjähriges Schützenfest beginnen. Leider mussten die Gladbacher Sebastianer jedoch ihr Schützenfest - wie wohl alle Bruderschaften bundesweit - aufgrund der Corona-Pandemie absagen. Um ein Zeichen zu setzen, führte die Bruderschaft am Samstag, 23. Mai am Kriegerdenkmal eine Kranzniederlegung durch, zum Gedenken an alle verstorbenen Schützenbrüder sowie anlässlich „75 Jahre Kriegsende“. Da außerdem zurzeit nur Messen in Kelz und Vettweiß abgehalten werden, hat man dort zudem eine Messintention abgegeben. Die Gebetsbitte wurde in den Gottesdienst, der an diesem Tag bereits um 17 Uhr in Kelz stattfand, aufgenommen. Ferner baten die Schützen alle Einwohner von Gladbach und Mersheim sowie Schützenschwestern und Schützenbrüder, ebenfalls ein Zeichen zu setzen und wie gewohnt ihre Fahnen herauszuhängen. In diesem Sinne müssen alle zusammenstehen. Denn gemeinsam ist man stark. Gerade hierfür steht jeder einzelne Schützenbruder der Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Gladbach 1712 e.V. und alle Bruderschaften. Dies gehört zu den Prinzipien der Gladbacher Schützen. Bleiben Sie alle gesund und stark.

 

Juni 2020

 

Bezirksverband Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich

 

Schelsener Schützen pflegen Wegekreuze

 

Die Sozialaktion des BDKJ „72 Stunden – uns schickt der Himmel“, nahm der Präses der St. Josef Schützenbruderschaft Schelsen im Jahr 2019 zum Anlass, seine Schützen für eine besondere Aktion zu begeistern. Schon seit längerer Zeit waren ihm die Zustände der Wegekreuze und Bildstöcke in Schelsen ein Dorn im Auge. Diese wurden in früheren Jahren von den Nachbarschaften und Altargemeinschaften gepflegt. Aber mit dem Wegfall der Fronleichnamsprozessionen durch das Dorf, nahm auch die Verantwortung immer mehr ab und somit war es an der Zeit, Initiative zu ergreifen. Um die letztes Jahr liebevoll hergerichteten Kreuze und Bildstöcke weiter in Schuss zu halten, trafen sich auch in diesem Jahr ca. 60 Schützen, um diese – natürlich unter Einhaltung der aktuellen Pandemie-Regelungen –  zu säubern und neu zu bepflanzen. Große Unterstützung fand diese Aktion auch beim ansässigen Lenders Gartencenter, das die notwendigen Blumen und Stauden sowie Blumenerde in ausreichender Menge spendete. Das „Rindenmulch-Taxi“ wurde von Tobias Koch an die verschiedenen Kreuze gefahren. Da an einigen Stationen auch schon in den Tagen zuvor gearbeitet worden war, konnten alle Arbeiten bis zum frühen Nachmittag abgeschlossen werden. Für die Schützen des Jägerzuges „Jägermeister“ war sogar noch so viel Zeit übrig, dass die Sandkästen im Kindergarten umgegraben werden konnten. Da hier länger nicht mehr gespielt werden konnte, war der Sand zwischenzeitlich sehr hart geworden. Nun warten die frisch gemachten Sandkästen auf fröhliche Kindergartenkinder. Leider war ein gemeinsames Abschlusstreffen „unter der Eiche“ in diesem Jahr nicht möglich. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Präses Norbert Häusler war indes stolz auf den Einsatz seiner Schützen und sagte: „Schelsen hat an diesem Tag gezeigt, dass Christentum – in welcher Form auch immer – Thema in Schelsen ist. „Die Sache mit Jesus – sie ist nicht vorbei!“ und der 1. Brudermeister Stephan Zitzen konnte feststellen, dass die beiden Leitgedanken der Bruderschaft, „Glaube“ und „Heimat“ an diesem Tag eindrucksvoll umgesetzt und gelebt wurden.

 

Juni 2020

 

 

Bezirksverband Stolberg

 

Hilfe kommt von der Bürgerinitiative Stolberg

 

Trotz der Corona-Krise haben die Stolberger Schützen keine Langeweile. Die Bürgerinitiative (BI), die ihr Brudermeister Stefan Doncks 2015 ins Leben gerufen hat, brauchte mehr denn je die Unterstützung der Schützen, um die vielfältigen, ins Leben gerufenen Hilfen, zu bewältigen. Hierdurch wurde vielen Menschen in der Krise geholfen. Bemerkenswert war schon der Grund zur Bildung einer BI. „Ursprünglich waren wir eine Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt der Notfallpraxis in Stolberg eingesetzt hat“, beschreibt Doncks. „Wir haben dafür plädiert, dass unser Gesundheitssystem in erster Linie für die Menschen da sein sollte, statt wirtschaftliche Aspekte in den Vordergrund zu stellen. Gerade heute sollte uns das bewusster sein denn je.“ Bei Facebook sind der BI knapp 3000 Menschen angeschlossen, bei einer Demonstration gingen hunderte Teilnehmer auf die Straße, doch die Kassenärztliche Vereinigung schloss die Stolberger Notfallpraxis, und der Kampf der BI war erfolglos. Zumindest fast, weil Doncks die ruhende Bürgerinitiative jetzt reaktiviert hat und bestehende Strukturen unter dem neuen Namen BI für die Kupferstadt nutzt, um mit vielen Mitstreitern anderen Menschen in der Corona-Krise zu helfen. „Angefangen haben wir mit Einkaufshilfen für ältere Menschen. Schnell haben sich gut 30 Aktive gemeldet, die für Senioren Waren des täglichen Gebrauchs und Medikamente einkaufen“, erklärt der Brudermeister. „Bei der Einkaufshilfe haben die Kunden feste Ansprechpartner, so dass die kontaktlosen Übergaben dennoch persönlichen Charakter haben“, führt der 48-Jährige aus. Als die Stolberger Tafel den Betrieb vorübergehend einstellen musste, folgte der nächste Schritt der BI. „Ein Eschweiler Unternehmen hat uns unbürokratisch mit einer Geldspende unterstützt. Das war der Startschuss dafür, dass wir Osterpakete für Bedürftige gepackt und verteilt haben“, konnte man stolz berichten. Weitere Geld- und Sachspenden folgten. So habe zum Beispiel ein Stolberger Familienunternehmen Hygieneartikel gespendet, ein anderes Kupferstädter Traditionsunternehmen Nähutensilien. Denn zwischenzeitlich hatte sich aus der BI heraus eine Gruppe von mehr als 20 Frauen organisiert, die Masken nähten. Zwischenzeitlich haben die Damen über 3000 Behelfsmasken genäht. „Die Masken nutzen wir selbst und verteilen sie an Risikopatienten, Schulen, medizinische Einrichtungen und an ein Taxiunternehmen“. „In der Corona-Krise sind durch Kurzarbeit und wegfallende Minijobs auch Menschen finanziell betroffen, die nicht berechtigt sind, bei der Tafel einzukaufen. Aus diesem Grund hat Stefan Doncks  gemeinsam mit der BI und der Verwaltung der Kupferstadt  Stolberg einen Gabenzaun errichtet. Am Gabenzaun können Bedürftige etwa gespendete Konserven, Nudeln und Hygieneartikel abholen“. Durch die Tätigkeit in Bruderschaft und Bezirksverband, konnten bestehende Beziehungen zu Geschäftsleuten genutzt werden. Die Notfallpraxis konnte die Bürgerinitiative nicht erhalten, jetzt aber mit Einkaufservice, Gabenzaun, Masken und mehr vielen Menschen helfen.

 

Juni 2020

 

 

Bezirksverband Viersen-Mitte

 

Ein Herz für die Bruderschaft Oberbeberich für zuhause

 

In vielen Gärten der Hubertus-Schützen Viersen-Oberbeberich gibt es einen neuen Blickfang: Ein Herz aus Cortenstahl mit der Aufschrift „Oberbeberich“. Das Kreuz-Pfeil-Symbol der Schützen sowie das für die St. Hubertus-Bruderschaft typische Hirschgeweih mit dem Kreuz in seiner Mitte runden als weitere Stilelemente das kleine Kunstwerk ab. „Not macht erfinderisch. Wir haben uns in den vergangenen Wochen einiges einfallen lassen, um unsere Mitglieder in der Corona-Zeit aufzumuntern. Und weil viele von uns überdurchschnittlich viel Zeit im eigenen Garten verbrachten, kam uns die Idee des Stahl-Herzens“, so Präsident Hans-Willi Pergens. Cortenstahl zeichnet sich durch seine extreme Langlebigkeit aus und setzt auf der Materialoberfläche allmählich eine Rostschicht an. Das verleiht dem Exponat schließlich einen rauen und doch gefälligen Charme. Die meisten Herzen gingen am Vorabend des Fronleichnamsfestes an ihre neuen Besitzer über. „Auch hier haben wir improvisiert und anstelle der fehlenden Fronleichnamsprozession zumindest eine kleine Andacht an der Hubertus-Kapelle abgehalten“, so der Hubertus-Präsident, bei dem als Bezirksbundesmeister auch die Fäden des Bezirksverbandes Viersen-Mitte zusammenlaufen, welcher derzeit mit großer Einigkeit durch die Krise geht. Die Hubertus-Bruderschaftler haben sich durch die Corona-Pandemie nicht unterkriegen lassen. Neben einer sehr intensiven Kommunikation über Mailings, Homepage, Facebook oder Instagram hielten sich die Mitglieder mit verschiedenen Aktionen bei Laune und demonstrierten Zusammenhalt. Bereits anlässlich Ostern zeigten die Hubertus-Schützen in Viersens Ortsteil Oberbeberich sprichwörtlich Flagge an den Häusern. Alle älteren Mitglieder sowie die Teilnehmer des normalerweise 14-tägig stattfindenden Seniorentreffs erhalten regelmäßig Infopost mit kleinen Überraschungen, zuletzt etwa Briefe und kleine Kunstwerke der Schützenjugend. Große Resonanz erfuhr auch die sogenannte „Corona-Schlange“ am eigenen Vereinsheim – eine meterlange Aneinanderreihung verzierter Steine, ob bemalt oder filigran beschrieben. Und an der Viersener Solidaritätsaktion „Kulturkerze – Licht der Hoffnung“ beteiligte man sich ebenso wie am abendlichen Aufstellen einer Kerze in Fenstern und Haustüren. Nicht zuletzt inspirierte der bruderschaftseigene Liturgiekreis vor allem in der Karwoche und der Osterzeit mit kleinen Impulsen. Das Schützenfest im August fällt wie alle Schützen- und Heimatfeste, die bis Ende August stattgefunden hätten, leider aus. „Man muss jedoch auch mal den Mut haben, auszusprechen, dass die Corona-Pandemie für das Vereinsleben und jeden Einzelnen nicht nur schmerzlicher Einschnitt ist, sondern aufgrund kaum noch gekannter Zeitfenster auch Raum zum Reflektieren gibt. Zeit neu zu erfahren, Dinge zu überdenken, neue Möglichkeiten ausprobieren, auch das ist das Gebot der Stunde. Und so werden wir uns sicherlich für die Sommermonate mit den anderen Bruderschaften Viersens das ein oder andere einfallen lassen, um trotz fehlender Umzüge und Marschmusik Gemeinschaft zu leben und auch nach außen zu zeigen. Wir Schützen sind mehr als ein Party- und Folkloreverein“, so Pergens. So arbeite man derzeit anstelle der üblichen Festschrift an einem Jahrbuch der Bruderschaft. Dabei verzichtet die Bruderschaft auf die üblichen Anzeigeninserate, bietet gleichwohl als Geste der Verbundenheit zu allen Partnern das Abdrucken des Firmen- oder Geschäfts-Logos an.

 

Juni 2020

 

 

Bezirksverband Heinsberg

 

Das alte Holzkreuz auf dem Friedhof erstrahlt in neuem Glanz

 

Auf Initiative der Vereinigten Schützenbruderschaften Heinsberg e.V. wurde das stark verwitterte Holzkreuz fachgerecht saniert. Durch den Einsatz einer 4-stelligen Spendensumme, an der sich die Kreissparkasse Heinsberg als auch die Volksbank Heinsberg beteiligten sowie viel Zeit unseres Vorstandes, erstrahlt nach 4-monatiger Restaurierung das alte Holzkreuz auf dem Friedhof an der Gelsenkirchener Straße in neuem Glanz. Mit großer unbürokratischer Hilfe der Stadtverwaltung und zwei Heinsberger Handwerksunternehmen ist das Kreuz nun wieder für einige Jahrzehnte optimal gegen Wind und Wetter geschützt. Die Mitarbeiter des Bauhofes unter der Leitung von Bernhard Heuter, bewiesen sowohl bei der Demontage als auch bei der Montage ihr hohes fachliches Können.

Für die Holz- und Wetterschutzarbeiten übernahm die Firma Arendt Dreßen, Tischlerei in Heinsberg-Lieck, die Verantwortung. Vor Jahrzehnten wurde das Kreuz schon einmal von der Firma Dreßen überholt. Damals war es der Vater von Arendt Dreßen, der mit seinem Sohn das Kreuz instand gesetzt hatte. Die notwendigen Zinkbleche lieferte und verarbeitete der Dachdeckermeisterbetrieb Herbert Classen aus Heinsberg, der auch den Rücktransport zum Friedhof ehrenamtlich ausführte. Die Schützenbruderschaft Heinsberg sagt herzlichen Dank an alle Beteiligten.

 

Juni  2020

 

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