Diözesanverband Aachen e.V. im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften
Diözesanverband Aachen e.V. im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften

Aus den Bruderschaften 2021

Bezirksverband Monschau

 

Tiefe Trauer in Kesternich

 

Die St. Hubertus Schützenbruderschaft Kesternich 1920 e.V. ist zutiefst erschüttert. Am 03. Februar 2021 verstarb unser langjähriges Mitglied Hubert Roder unerwartet, im Alter von erst 66 Jahren. Hubert Roder war seit über 40 Jahren aktives Mitglied in der Bruderschaft. Er war 15 Jahre im geschäftsführenden Vorstand als Brudermeister tätig und unterstützte sowohl Schriftführer, als auch Kassierer und Schießwarte. Wann immer Hilfe benötigt wurde war er stets zur Stelle. Während seiner Mitgliedschaft repräsentierte er die Bruderschaft zweimal als Schützenkönig und einmal als Kaiser sowie Gemeindekönig. Im Jahre 2015 wurde er mit dem Sebastianus-Ehrenkreuz ausgezeichnet und war des Weiteren stolzer General. Beim Bau des neuen Schützenheims war er unentbehrlich und hat viele Stunden seiner Freizeit geopfert.  

 

Feb. 21

Bezirksverband Düren-Süd

 

Trauer bei den St. Ewaldus Schützen in Bogheim

 

Voller Trauer nimmt die St. Ewaldus Schützenbruderschaft Bogheim 1891 e.V. Abschied von ihrem Generaloberst und Kaiser Franz-Josef Wienands. Seit dem Jahre 1950 war er Mitglied der Schützenbruderschaft. Für sein Engagement im Schützenwesen wurde er mit dem Schulterband zum St. Sebastianus Ehrenkreuz sowie für seinen Einsatz in kirchlichen Belangen mit dem St. Sebastianus Ehrenschild ausgezeichnet. Mit ihm verliert die Schützenbruderschaft Bogheim eine feste Größe unter ihren Mitgliedern. Wir werden ihn in unseren Erinnerungen behalten und ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

 

Feb. 21

Mutmacher per Video-Clip direkt nach Haus


Bezirksverband Viersen-Mitte veröffentlicht digitales Jahresleitwort

 

Viersen Die klassische Sebastianusfeier haben die Schützen im Bezirksverband Viersen-Mitte in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht durchführen können. Damit entfiel auch die gewohnte Veröffentlichung des alljährlichen Leitwortes im Rahmen eines Festgottesdienstes. Dabei erfreut sich insbesondere der Jahresspruch mit dem weit über Viersen hinaus bekannten kleinen Hosentaschenzettel großer Beliebtheit. Denn der auf einem visitenkartengroßen Format abgebildete Bibelvers ist vielen Mitgliedern der Bruderschaften über das ganze Jahr hinweg ein dauerhafter treuer Begleiter, ob im Portemonnaie, der Handyhülle oder Jackentasche. Entsprechend häuften sich ab Januar die Nachfragen, ob es trotz der Pandemie ein Jahresleitwort gebe. Die erfreuliche Antwort: Ja! Trotz und gerade wegen der Pandemie.

 

Bezirksbundesmeister Hans-Willi Pergens und die beiden Viersener Bezirkspräsides Pfarrer Helmut Finzel sowie Pfarrer Roland Klugmann entschlossen sich nach kurzem Gedankenaustausch für die Erstellung einer Videoaufnahme. „Wir sind alle keine Profis, wenn es darum geht, vor der Kamera zu stehen und waren froh, mit DROPICS Nettetal einen Partner gefunden zu haben, der unsere Ideen aufgriff und sich um die komplette Produktion kümmerte“, so Pergens.

 

Es entstand ein 13-minütiger Clip in der St. Konrads-Kapelle an der Niers. Der kleine Sakralraum auf der Grenze zwischen den Städten Viersen und Willich wurde erst 2019 aufwendig saniert und bot nicht nur die richtige Kulisse, sondern liefert auch ein Symbol für Grenzerfahrungen – Grenzen, an die in diesen Tagen und Wochen auch persönlich viele Menschen kommen.

 

„Vieles musste in den vergangenen Monaten ausfallen und wird auch noch ausfallen. Wie dieses neue Schützenjahr werden wird, keiner weiß es, keiner kann es voraussagen. In diese Situation hinein lassen wir mit dem neuen Leitwort den Apostel Paulus zu uns sprechen“, erklärt Pfarrer Helmut Finzel bei seiner Auslegung zur Auswahl des Jahresleitwortes 2021, das da heißt: „Denn Gott hat uns nicht den Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“.

Der Vers stammt aus dem ersten Kapitel des zweiten Briefes des Apostels Paulus an Timotheus. „Mir hat dieser Vers direkt zugesagt, bringt er doch schon auf dem ersten Blick etwas zur Sprache, was unsere heutige Situation nach diesem schwierigen Jahr 2020 und den weiter andauernden Folgen der Corona-Pandemie trifft“, ergänzt Pfarrer Roland Klugmann. „Er versucht das Gemeindeleben der frühen Kirche zu ordnen. Damals ging es um die Frage: wie ist das zu schaffen, sich in einer veränderten Situation und Zeit an den bleibenden Ursprüngen des Glaubens zu orientieren, ohne bei den notwendigen Veränderungen die eigene Identität zu verlieren.“ Timotheus werde dabei einiges abverlangt, aber Gott habe ihm nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. „Und diese Gemeinde sind auch wir, hier und heute, im Jahr 2021 als Familien, als Bruderschaft, als Mitbürger in Viersen. Auch wir können das, was von uns als Christinnen und Christen, als Schützenfamilie gefordert wird.“

 

Der kleine Film ist seit Anfang Februar online, entweder über die Internet- und Facebookseite des Bezirksverbandes Viersen-Mitte (www.bezirksverband-viersen-mitte.de bzw. www.facebook.com/schuetzen.viersen) oder direkt über das Portal Youtube unter dem Link https://youtu.be/z2lIIkow5yo

Bereits nach den ersten Rückmeldungen wurde deutlich, dass der Clip an mehreren Stellen ansetzt. „Unser Video ist nicht allein ein geistlicher Impuls oder eine erste Deutung des neuen Jahresleitwortes. Es wird auch deutlich, dass wir Schützen aufgrund der Corona-Krise leider weniger sichtbar, allerdings trotzdem aktiv sind. Es freut uns zudem, dass sowohl das Leitwort und die Aktion an sich als Mutmacher aufgefasst werden“, stellt Hans-Willi Pergens im ersten Fazit fest.

 

Den drei Protagonisten war außerdem wichtig, an die verstorbenen Schützenschwestern und –brüder zu erinnern, die seit Januar des letzten Jahres verstorben sind. „Für jeden einzelnen von ihnen wird in den nächsten Wochen eine Kerze unterhalb des Sebastianusfensters in der Hubertus-Kapelle in der Sitzstadt brennen“, kündigt Bezirkspräses Finzel an.

 

Das schmucke Fenster ist auch auf dem Hosentaschenzettel abgebildet, auf den auch in diesem Jahr niemand verzichten muss. Die Verteilung des Begleitzettels findet dieses Mal den vorgegebenen Hygiene- und Abstandsreglungen entsprechend dezentral in den jeweiligen Bruderschaften oder über den Bezirksverband statt.

 

„Wir  sind sehr froh, dass dieses „Ausnahmeformat“ angenommen wird. Umso mehr freuen wir uns, wenn die Pandemie vorüber ist und wir uns im Kreise der großen Schützenfamilie wiedersehen können. Bis dahin heißt es ganz dem Leitwort entsprechend Durchhalten und die Zuversicht nicht verlieren“, unterstreicht Pfarrer Klugmann.

 

Feb. 21

 

Bezirksverband Heinsberg

 

Porselener St. Rochus-Schützen pflanzen Feldgehölz

 

In Zeiten der Pandemie widmete sich die St. Rochus-Schützenbruderschaft Heinsberg-Porselen der Pflege der Heimat. Mit 25 Schützenschwestern und Schützenbrüder beteiligte sich die Bruderschaft an einer Pflanzaktion für ein Feldgehölz. 2.000 Bäume und Sträucher unterschiedlichster Arten wurden gepflanzt. Sie sollen sich über die Jahre hinweg zu einem Insekten- und Vogelschutzgehölz entwickeln. Und nebenbei spendet so ein Feldgehölz Sauerstoff, bindet Kohlendioxid und wirkt im Sommer kühlend. Die vielen Spaziergänger und Radfahrer, die den vorbeiführenden Weg nutzen, wird es freuen. Dabei stellten die St. Rochus-Schützen nicht nur fast die gesamte Männer- und Frauenpower am Spaten, sondern auch die Gerätschaften zur Bodenbearbeitung. Auch das fachliche Know-how kam aus den Reihen der Bruderschaft. Mit dabei waren natürlich die amtierenden Majestäten Jürgen Langmatz (König), Lena Wählen (Prinzessin) und Marc Wilms (Schülerprinz). Die 5.000 m² große Fläche wurde ebenso wie die Gehölze, von den örtlichen Behörden zur Verfügung gestellt.

 

Jan. 21

 

Bezirksverband Viersen-Mitte

 

Zusammenhalt auf Abstand 

Familienzentrum St. Elisabeth und Hubertus-Schützen Viersen-Oberbeberich

 

Eine Patenschaft lebt von regelmäßigem Kontakt und gemeinsamen Erlebnissen. Dass dies in Zeiten der Corona-Pandemie nicht einfach ist, stellen auch das Familienzentrum St. Elisabeth Berliner Höhe und die St. Hubertus-Bruderschaft Oberbeberich fest. Die üblichen Begegnungen über das Jahr hinweg, ob etwa das Sommerfest in der Kindertagesstätte oder die Adventsfeier des Klöntreffs im Vereinsheim, entfielen coronabedingt. Leider ruht aufgrund der besonderen Schutzmaßnahmen auch die Lesepatenschaft von Hans Lennertz, dem Ehrenmitglied der Bruderschaft und Vorsitzenden des Fördervereins. Er ist der ständige Verbindungsmann zwischen den Hubertus-Schützen und der KiTa St. Elisabeth. Aber aneinander denken kann die Distanz, die notwendig ist, solange die Infektionszahlen auf einem hohen Niveau sind, überwinden. Das unterstrichen auch die neue Leiterin des Familienzentrums Judith Sarhage-Buresch und Präsident Hans-Willi Pergens, die sich mit entsprechendem Sicherheitsabstand und Mundbedeckung für einen kurzen Austausch vor dem Eingang der Kindertagesstätte trafen. Der Hubertus-Vorsitzende nutzte die Gelegenheit nicht nur für die Übergabe einer Patenschaftsspende über 400 Euro, sondern er hatte als kleine Aufmerksamkeit Blumen dabei und dankte damit dem gesamten KiTa-Team, das sich jeden Tag anstrengt, das Betreuungsangebot bei sich ständig ändernden Regelungen aufrecht zu erhalten. Die St. Hubertus-Bruderschaft Viersen-Oberbeberich übernahm 1994 die Patenschaft für die damalige Kindertagestätte St. Elisabeth. Mitglieder der Hubertus-Schützen engagieren sich auch im Förderverein der Einrichtung, die seit 2008 auch Familienzentrum ist.

 

Jan. 21

 

Bezirksverband Schleiden

 

Große Trauer in Dahlem und im Bezirksverband Schleiden

 

Die St. Michael-Schützenbruderschaft Dahlem und mit ihr der gesamte Bezirksverband Schleiden trauert um ihren Brudermeister Karl Keller, der am 18.12.2020 im Alter von 86 Jahren nach kurzer Krankheit mit oder an einer Corona-Infektion verstorben ist. Karl Keller war seit 1963 – also 57 Jahre lang - im Vorstand der Bruderschaft aktiv, zunächst als Geschäftsführer und seit 1990 bis zu seinem Tode als Brudermeister. Er war Träger des Schulterbandes zum St. Sebastianus-Ehrenkreuzes und 1993 König seiner Bruderschaft. Nicht nur in seinem Engagement war er ein leuchtendes Beispiel für das Schützenwesen, sondern mit seiner herzlichen und zugewandten Art auf Menschen zuzugehen und mit ihnen zu sprechen oder zu diskutieren. „Umso tragischer, dass die Pandemie uns 2020 die Möglichkeiten genommen hat, ihn auf den Schützenfesten noch einmal zu treffen und dass aufgrund der Corona-Beschränkungen nur eine sehr kleine Schützenabordnung an den Exequien für Karl teilnehmen durfte.“, so Bezirksbundesmeister Christoph Kammers.       

 

Jan. 21

 

Bezirksverband Monschau

 

Wenn der Seniorenadvent nicht stattfinden kann ….

 

Wie so Vieles in diesem Jahr konnte auch der jährliche Seniorenadvent der St. Hubertus Schützenbruderschaft Kesternich 1920 e.V, wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Da sich die Senioren jedoch jedes Jahr schon lange im Voraus darauf freuen, haben die Schützen sich eine andere Möglichkeit überlegt, um den Senioren, welche in jedem Jahr daran teilnehmen, in dieser Zeit eine Freude zu bereiten. Und das ist vortrefflich gelungen. Auch die Mitglieder vom Trommler- und Pfeiferkorps Keldenich, welche uns jedes Jahr musikalisch unterstützen, wurden nicht vergessen. Somit wurde 48mal der „Seniorenadvent für Zuhause“ verteilt. Ein großer Dank gilt dem Ortskartell sowie dem Kirchenvorstand, welche uns stets finanziell unterstützen. Es war ein schönes Erlebnis auch diesmal wieder Freude, Dankbarkeit und Herzlichkeit zu sehen und zu hören.

 

Jan. 21

Bezirksverband Würselen

 

Spende für Würselener Tafel

 

Der Schatzmeister der St. Sebastianus Schützen-Gesellschaft Würselen 1624 e.V., Herr Stuart Eason, konnte im Rahmen der Paketaktion im Würselener Pfarrheim einen Spendenscheck an die Vorsitzende der Würselener Tafel, Frau Ursula Best, übergeben. Die Schützen begründeten diese Adventaktion wie folgt: „Wir haben für unser Engagement beim Ordnungsdienst zu den Gottesdiensten in unserer Pfarrei St. Sebastian eine Spende erhalten, über die wir uns sehr gefreut haben. Im Vorstand waren wir uns jedoch einig, dass wir diesen Betrag für Bedürftige hier in Würselen spenden möchten.“ Nun bot sich da die Weihnachtsaktion der Würselener Tafel an und diese Spende konnte so für einen guten Zweck weitergeleitet werden.

 

Jan. 21

 

BV Niederkrüchten

 

Liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder,

 

Ich habe die traurige Pflicht, Euch mitzuteilen, dass unser amtierender
Bezirkskassierer, Bundeskönig Klemens Willms, gestern nach schwerer
Krankheit verstorben ist.

 

Klemens war schon seit Gründung des Bezirksverbands ein aktiver und
umtriebiger Mitstreiter. Seit 1989 war er bis heute unser Kassenführer.
Er war zwei mal Bezirkskönig und im Jahr 2005 erlangte er als Bezirkskönig beim Bundesfest in Leverkusen die Bundeskönigswürde.

 

Das darauf folgende Jahr mit dem Bundskönigsfest hier im Bezirk, mit dem
großem Festumzug in Elmpt ist vielen von uns nachhaltig in Erinnerung
geblieben.

In seiner Heimatbruderschaft, St. Hubertus Heyen, war er ebenso in
vielen Funktionen, u.a. als Schützenkönig, Kaiser, und zuletzt Vorsitzender seit mehr als 50 Jahren sehr aktiver Schützenbruder.
Schweren Herzens hat er erst vor wenigen Wochen sein Amt als Vorsitzender aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt.

Klemens wurde im Laufe der Jahre für seine Verdienste um das
Schützenwesen mit den Verdienstorden des Bundes bis zum Schulterband zum Sebastianus-Ehrenkreuz geehrt.

 

Wir verlieren mit Klemens einen treuen Wegbegleiter im Bezirksvorstand,
einen wichtigen Berater in Sachfragen und einen großen Schützenbruder.


Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seiner geliebten Hannelore und
seinen Kindern.

Wir trauern mit Ihnen um Klemens und beten für eine Aufnahme von Klemens
in das Reich Gottes.


Mit Schützengrüßen
Stefan Terhag / Bezirksbundesmeister

 

Jan. 2021

 

Bezirksverband Viersen Mitte

 

Glaube, Sitte, Heimatwandern

Hubertus-Schützen Oberbeberich erkunden eigenen Ortsteil und Umgebung

 

Dass der Plenzenbusch eine Endmoräne aus der Eiszeit ist, die Bistheide mitten in einem  Naturschutzgebiet liegt, oder Beberich einst an einer Landesgrenze lag - das erfuhren die Teilnehmer der ersten von insgesamt drei für die Herbst-/Winterzeit geplanten Wanderungen der St. Hubertus-Bruderschaft Viersen-Oberbeberich. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Teilnehmerzahl der Touren begrenzt. Das tat der Stimmung bei der Auftaktveranstaltung kurz vor dem zweiten (Teil-)Lockdown jedoch keinen Abbruch. Präsident Hans-Willi Pergens begrüßte eine neugierige Schar junger wie älterer Bruderschaftsmitglieder mit einem Pilgerstab. „Dieser vor sechs Jahren zur letzten Aachener Heiligtumsfahrt gestaltete Stab kommt heute zum zweiten Mal als unser Wegweiser zum Einsatz und soll symbolisch die Klammer bilden zu den vielen Bruderschaften in unserem Diözesanverband, die wie wir versuchen, in dieser schwierigen Zeit Mögliches möglich zu machen“, so der Vorsitzende der Hubertus-Schützen. Der Schülerschütze Thilo Hollenbenders und sein kleiner Bruder Elija boten sich prompt als Stabträger an und erfüllten diese Aufgabe über die gesamte Wegstrecke mit Bravour. Das Herbstwetter zeigte sich nach einigen unbeständigen nasskalten Tagen gnädig und so ging es trockenen Fußes auf die rund 2,5-stündige Tour in Oberbeberichs „grünes Vorzimmer“. Und das bietet selbst für Einheimische noch Unbekanntes. So wussten nicht alle, dass das Vereinsheim der Bruderschaft auf dem historischen Grund der Schnockesmühle liegt, deren letzte aufstehende Gebäude im zweiten Weltkrieg einem Bombentreffer zum Opfer fielen. Auch nicht bekannt war, dass sich unter einer mehrere Fußballfelder großen renaturierten Fläche zwischen den Ortschaften Beberich und Ompert eine riesige dicke Schutzfolie befindet, die verhindert, dass Niederschlag in eine darunter befindliche ehemalige Mülldeponie versickert und somit das Grundwasser mit ausgewaschenen Giftstoffen verunreinigt. Tourguide Pergens machte ebenso auf die Besonderheiten des Naturschutzgebietes Bockerter Heide in Viersens Süden aufmerksam: Auf die denkmalgeschützte Landwehr aus dem 13. Jh., auf alte Viehdriften und Flachskuhlen oder auf die offizielle Quelle des Hammer Baches, der zumindest im ersten Drittel seines Verlaufs ein „Bebericher“ ist. Zwischendurch gab es für die Teilnehmer ein paar weitere Informationen. Ein Beispiel: Dass die alte Sektion Beberich eine eigene Froge oder Honschaft mit eigenem Honnen/Ältesten war, führt aus heutiger Sicht zu mancher geographischen Kuriosität: so gehört die östliche Bebauung der Zweitorstraße bis zum Friedhof zu Oberbeberich, dagegen sind die Anwohner der Brasselstraße bis zur Einmündung der Weiherstraße Bürgerinnen und Bürger des benachbarten Hoser. Durch das stete auf und ab während der Wanderung machte auch die seichte Rinnenlandschaft auf sich aufmerksam, in die sich Oberbeberich einbettet. Dorthin ging es mit kurzem Stopp am Ehrenmal zum Vereinsheim zurück. Nach dem Aufenthalt in der frischen Luft krönte Schützenschwester Angelika Klöppels mit einem leckeren Chili con Carne den gemeinsamen Rundgang und läutete den Ausklang der Veranstaltung ein. Wann die weiteren Rundgänge stattfinden können, hängt in den kommenden Wochen von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie statt. So bleibt nur die Hoffnung auf eine baldige Verbesserung der allgemeinen Lage und die Vorfreude auf die nächste Tour. Wer schon jetzt mehr Lust auf Informationen rund um Oberbeberich hat, kann sich auch in der Jahresschrift der Bruderschaft insbesondere ab Seite 46 informieren (http://www.oberbeberich.de/media/2020_Jahrbuch_digital_komprimiert(96dpi).pdf).

 

Jan. 2021

 

Bezirksverband Erkelenz

 

Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1664 Kückhoven e. V. trauert um ihren Ehrenbrudermeister

 

Am Dienstag, den 7. Dezember 2020, verstarb unser Schützenbruder und Ehren-brudermeister, Willi Platzbäcker, im Alter von 94 Jahren. Willi Platzbäcker war seit 1952 Mitglied unserer Schützenbruderschaft und in den Jahren 1954 und 2004 Schützenkönig. Über 30 Jahre war er - bis 2005 – als zweiter Brudermeister im Vorstand tätig. In dieser Zeit hat er viele wichtige Entscheidungen mitgetroffen und die Bruderschaft stets weiterentwickelt und mit zur bekannten Vielfalt und Stärke geführt. Durch sein großes Engagement im Schützenwesen erlangte er nicht nur in Kückhoven, sondern auch über die Ortsgrenzen hinaus - im gesamten Bezirksverband Erkelenz - großes Ansehen. Für seine großen Verdienste um das Schützenbrauchtum wurde er 1988 mit dem SVK, 1996 mit dem HBO und 2001 mit dem St. Sebastianus Ehrenkreuz ausgezeichnet. Unsere Gebete und unsere Gedanken richten wir an die Familie und die Angehörigen. In dieser von der Corona-Pandemie geprägten Zeit können wir ihm leider nicht das übliche ehrenvolle Geleit geben, welches ihm zugestanden hätte. Dennoch werden wir Willi und seine Verdienste um unsere Schützenbruderschaft stets in guter Erinnerung halten.

Trost und Hoffnung dürfen wir als Schützenschwestern und Schützenbrüder aus unserem Glauben schöpfen, denn Christus spricht uns Hoffnung zu:

"Ihr seid jetzt traurig, aber ich werde Euch wiedersehen. Dann wird Euer Herz sich freuen und Eure Freude wird Euch niemand nehmen." (Joh. 16 Vers 22)

 

Jan. 2021

 

Bezirksverband Krefeld-Willich-Meerbusch

 

Nikolaus bei den Schüler-und Jungschützen

Leider fiel im diesem Jahr auch die Nikolausfeier der Hist. Schützenbruderschaften von Hüls 1464 – 1597 e.V. der Corona-Pandemie zum Opfer. Also machten sich am Abend des 05.12. die zwei Jungschützenmeisterinnen auf und beschenkten die Kinder und Jugendlichen des Vereins mit selbstgebastelten Teelichtern und allerlei Naschereien. Außerdem übergaben sie noch einen Weckmann vom Nikolaus der Bruderschaft. Die Jungschützenmeisterinnen wünschten allen eine schöne Adventszeit, ein wunderbares Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen im neuen Jahr.

 

Jan. 2021

 

Bezirksverband Geilenkirchen

 

Trauer bei den Linderner Schützen

 

Am vorletzten Freitag im November verstarb der Schützenbruder Peter Wacker im Alter von 94 Jahren nach einem erfüllten Schützenleben. Er war seit 1948 Mitglied der St. Johannes Schützenbruderschaft Lindern und in dieser Zeit über 30 Jahre lang Kassierer und bis vor einigen Jahren noch aktives Mitglied in der Schießgruppe. Er hat seine Schützen zweimal als König angeführt und war beide Male als Bezirkskönig Repräsentant des BV Geilenkirchen, zuletzt im Jahre 2012. Im Jahre 2018 ernannte man ihn zum Ehrenmitglied. Für sein vielfältiges Engagement im Schützenwesen wurde er bis hier zum St. Sebastianus Ehrenkreuz ausgezeichnet. 2016 wurde ihm als letzte Auszeichnung die Graf von Galen Plakette verliehen. Er war ein Schütze, wie er im Buche steht und die Linderner Schützen werden ihn stets in bester Erinnerung behalten.

 

Jan. 2021

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