Projektbeschreibung "Kinder von Benin"

Hilfe für arme und kranke Kinder und Jugendliche in Benin, besonders medikamentöse Hilfe, soll das neue Projekt der Schützenjugend sein.

„Sklavenküste“ nannte man das Gebiet der ehemaligen Republik Dahomey in Oberguinea, die sich seit 1975 „Volksrepublik Benin“ nennt. Hier ließen sich schon vor 400 Jahren Portugiesen nieder, später auch Engländer, Dänen und Franzosen, die von einheimischen Königen Sklaven kauften und nach Amerika verschifften. Dieser Sklavenhandel hielt sich hier länger als in anderen Teilen Afrikas; 1885 verließ das letzte Sklavenschiff die Reede von Ouidah. Bis 1894 hatten die Franzosen die Könige von Dahomey unterworfen und das Gebiet ihrem westafrikanischen Besitz einverleibt. Bald danach wurden die Grenzen zu den benachbarten Deutschen in Togo und Briten in Nigeria abgesteckt. Noch nach der Unabhängigkeit 1960 aber gab es ein kleines portugiesisches Kastell mit einem Gouverneur bei Ouidah, das erst 1961 aufgegeben wurde. Nachbarstaaten von Benin sind: Togo,
Burkina Faso, Niger und Nigeria.

Benin ist eines der ärmsten Länder der Welt. Trotz großer Anstrengungen von Staatpräsident Kèrekon, der im März 2001 mit 84% der Stimmen in seinem Amt bestätigt wurde, konnte die Situation der Armen kaum verbessert werden. Die Industrie ist wenig entwickelt. 38% leben von der Landwirtschaft. Das Bevölkerungswachstum beträgt 2,7%.
In der Hauptstadt Porto Novo leben 194.000 Menschen. Die Amtssprache ist französisch. Es gibt ca. 60 Stammessprachen. 70% der Menschen hängen Naturreligionen an, je 15% sind Christen und Muslime. Für 14.000 Menschen gibt es einen Arzt. Bei uns in Deutschland teilen sich 350 Menschen einen Arzt. Die Kindersterblichkeit beträgt 16%.

Die Bevölkerung in Benin wächst sehr rasch. Jetzt leben dort 6,1 Mio. Menschen. Die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche.

Eine Gesundheitsstation in Calvi - nahe der Hauptstadt - ist provisorisch im Schwesternhaus untergebracht, aber den Slumbewohnern sehr bekannt. Schwester Eugenie betreut hier monatlich bis 1.500 Menschen, viele von Ihnen unterernährte Kinder. Als afrikanische Schwester hat sie keine reiche Heimatgemeinde, die sie unterstützen könnte. Die Kongregation der Dienerinnen der Armen, zu der Sr. Eugenie gehört, macht AIDS-Aufklärung, Familienplanung, Gesundheitserziehung und Mütterberatung. Das ist dringend erforderlich, denn in den Slums fehlen Wasser, Straßen, Kanalisation, Kindergärten und Schulen.

Die Not der Menschen ist groß. Besonders die Kinder brauchen unsere Hilfe.

Helfen wir den Schwestern, den Priestern und den Laien, dass sie den Ärmsten helfen können.

Spendenkonto: „KINDER IN DIE MITTE“ KONTO NR: 1021111011 BLZ: 37060193 PAX BANK AACHEN „BENIN“.

Unser Partner sind:
In Deutschland das Hilfswerk „Kinder in die Mitte“ unter der Leitung von Prälat Arnold Poll.- Vormals Chef der Sternsinger-
In Benin der katholisch Pater Samuel Agbeme, der mit zwei Mitbrüdern in der Seelsorge für eine Gemeinde ohne Kirche, aber mit sieben Außenstationen arbeitet.